Eislaufverein für Hochhaus-Projekt

Der Eislaufverein hat für das umstrittene Hochhaus-Projekt am Heumarkt gestimmt, soweit es den Verein betrifft. Geplant ist dabei auch eine neue Anlage mit Garderoben. Der Investor will jetzt mit den Detailverhandlungen über die Verbauung beginnen.

Die Mitglieder des Eislaufvereins haben über die Pläne abgestimmt, die den Eislaufbetrieb betreffen. Die Zustimmung dürfte dabei nicht schwer gefallen sein, der Eislaufverein profitiert von dem Projekt und bekommt eine neue Anlage mit Garderoben und einer 1.800 Quadratmeter großen Eishockeyhalle unter der Erde. Die Eisfläche an der Oberfläche im Ausmaß von 6.000 Quadratmetern bleibt erhalten.

Der Pachtvertrag des Areals zwischen dem Hotel Intercontinental und dem Konzerthaus wird bis 2117 verlängert, betont Eislaufvereinssprecher Peter Menasse: „Es ist ein Zwischenergebnis, es ist noch gar nichts endgültig. Es ist nur festgelegt, dass wir mit diesen Flächen einverstanden sind.“

Visualisierungen
Wertinvest

Über die Höhe der transparenten Abgrenzung des Eislaufareals und die Abgeltung der bisherigen Mieteinnahmen des Eislaufvereins aus der Büronutzung und des Sommerbetriebs müsse noch verhandelt werden. „Natürlich ist es auch Auftrag und Ansporn, das Projekt zügig umzusetzen. Wir werden schon nächste Woche darangehen, die offenen finanziellen und wirtschaftlichen Themen zu konkretisieren“, erklärt Daniela Enzi, Geschäftsführerin von „Wertinvest“.

Areal Eislaufverein
WertInvest
Das Areal von oben

Areal soll belebt werden

Auch das unmittelbar angrenzende Konzerthaus sieht große Chancen im Projekt, vor allem was die Öffnung und Belebung des Areals betrifft.
„Da könnten wir mit unserem Qualitätsanspruch auch im Sommer Impulse entwickeln, die relevant sind. Wenn das sympatisch verbunden ist mit attraktiver Gastronomie auf freien Flächen, dann kann es ein deutlicher Mehrwert für die Stadt sein“, meint Matthias Naske, Intendant des Konzerthauses im Gespräch mit „Wien heute“.

Hochhaus
WertInvest

Wege durch das Areal geplant

Dem Bezirk gefallen vor allem die geplanten Wege durch das Areal. "Ein langer Wunsch war, dass wir zwischen dem WEV und dem Konzerthaus hinüber in das Reisnerviertel durchgehen können. Das ist damit gewährleistet und auch von allen akzeptiert und geplant, sagt Bezirksvorsteher Erich Hohenberger (SPÖ).

Der private Investor sieht die Zustimmung zur Neugestaltung als „Vertrauensbeweis“ und will alle offenen Punkte klären. Geplanter Baubeginn ist 2018, eröffnen will man 2020. Alle neue Detailplanungen sollen öffentlich präsentiert werden, versichert der Investor.

Link:

Hochhaus bei Eislaufverein: Masterplan fixiert (wien.ORF.at)

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