U5: Design der Stationen präsentiert

Nicht nur mit vollautomatischem Betrieb, sondern auch mit einer „Partitur der Geschwindigkeit“ will die neue U-Bahn-Linie U5 punkten. Zwei Wiener Architektenbüros zeichnen für das Design verantwortlich, das heute präsentiert wurde.

„Türkise Querstreifen verleihen dem Raum ein dynamisches und zeitgemäßes Design“, so Architekt Robert Diem. „Die Dynamik der U-Bahn und die Linienfarbe bilden dabei die wesentlichen Komponenten des Liniendesigns“, fügt Architekt Markus Bosch hinzu. Gestalterisches Grundmotiv sei das Beschleunigen bzw. das Bremsen. Diese „Partitur der Geschwindigkeit“ soll etwa durch breiter und schmäler werdende türkise Wandstreifen in den Stationsgebäuden erzielt werden.

Die Arbeitsgemeinschaft aus den Wiener Architektenbüros YF Architekten und Franz Architekten setzte sich mit ihren Vorschlägen in einem europaweiten Wettbewerb gegen 32 Einreichungen aus acht Ländern durch.

Design stärkt Wohlfühlen und Sicherheit

Die aus Glas und weißen Portalelementen bestehenden Zugangshäuschen, die flexibel an die Umgebung der jeweiligen Haltestelle angepasst werden können, spielen ebenfalls mit dem Effekt der breiter und schmäler werdenden Streifen.

Das Liniendesign der U5 baut auf der bekannten Grundgestaltung der über 45-jährigen Geschichte des U-Bahn-Baus auf, allerdings mit einer zeitgemäßen Interpretation und Weiterentwicklung. Insofern sind auch die Trennwände mit Türen, die Gleiskörper und Wartebereich aufgrund des fahrerlosen Betriebs künftig voneinander trennen, aus Glas.

Insgesamt soll die moderne, helle und freundliche Gestaltung den Wohlfühlfaktor, aber auch das Sicherheitsempfinden der Fahrgäste verstärken. 143.000 Fahrgäste stimmten im Internet für die türkise Linienfarbe der U5 - mehr dazu in Linie U5 wird türkis.

Vier neue U5-Stationen in neuem Design

Die neuen U-Bahn-Stationen der Linie U5 werden das Stadtbild in Wien entscheidend verändern. Vier der acht U-Bahn Stationen werden bis zum Jahr 2025 gänzlich neu gebaut: Frankhplatz-Altes AKH, Arne-Carlsson-Park, Michelbeuern-AKH und Elterleinplatz - mehr dazu in Stadt fixiert Trassen von U2 und U5.

Noch nicht fix ist hingegen, wer die bis zu 45 neuen vollautomatischen U-Bahn Züge bauen wird. Der Ausschreibungsprozess läuft - mehr dazu in Ausschreibung für neue U-Bahn-Züge gestartet. Die neuen Züge werden jedenfalls klimatisiert und ganz durchgängig sein. Ende 2016 soll feststehen, welche Firma den Zuschlag erhält. Bereits in drei Jahren könnten die neuen Garnituren für erste Testfahrten im Einsatz sein - mehr dazu in Bau der U5 per Vertrag fixiert.

U5 wird ohne Fahrer unterwegs sein

Mit der neuen U5 wird in Wien ein neues U-Bahn-Zeitalter anbrechen. Sie wird Wiens erste vollautomatische U-Bahn-Linie sein, ähnlich bereits bestehenden Systemen etwa in Paris und Barcelona. Ein Fahrer wird nicht mehr mit an Bord sein - mehr dazu in Neue U5 fährt vollautomatisch.

Verlauf U5
APA/Margret Schmitt

Im Jahr 2018 wird mit der Verlängerung der U2 ab dem Rathaus über Neubaugasse (U3) und Pilgramgasse (U4), den Bacherplatz zur S-Bahn-Station Matzleinsdorfer Platz und dem Bau des ersten Teilstücks der U5 vom Rathaus zum Frankhplatz/Altes AKH begonnen. Bereits Ende 2023 sollen die beiden Neubaustrecken eröffnet werden. Die U2 wird dann zwischen Seestadt Aspern und Matzleinsdorfer Platz, die U5 zwischen Karlsplatz und Frankhplatz unterwegs sein.

In einer fünften Ausbaustufe soll die Linie U5 dann über den Arne-Carlsson-Park und Michelbeuern-AKH (U6) zum Elterleinplatz verlängert werden. Gleichzeitig wird die U2-Verlängerung über den Matzleinsdorfer Platz hinaus über die Gußriegelstraße bis zum Wienerberg umgesetzt - mehr dazu in U5 fährt ab 2025 zum Elterleinplatz (wien.ORF.at; 5.9.2014).

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Rundgang durch eine neue Station

Das Siegerprojekt in einer Videoanimation der Wiener Architektenbüros YF Architekten und Franz Architekten.

16.000 Arbeitsplätze durch U-Bahn-Bau

Der U-Bahn-Bau bringt nicht nur positive Auswirkungen für die Fahrgäste mit sich, sondern schafft und sichert Tausende Arbeitsplätze über viele Jahre. Der Beschäftigungseffekt beläuft sich je 100 Millionen investierter Euro auf rund 1.700 Vollzeitarbeitsplätze. „Umgerechnet auf die erste Bauphase - also die Verlängerung der U2 bis zum Matzleinsdorfer Platz und den Bau der U5 bis Frankhplatz/AAKH - entstehen bei einer Investitionssumme von circa 950 Millionen Euro über 16.000 Arbeitsplätze“, sagte Stadträtin Renate Brauner (SPÖ).

„Mahü“: Bau erfolgt unterirdisch

Die U2 wird künftig auch die Neubaugasse anfahren. NEOS befürchten daher, dass die - sich gerade im Baufinale befindliche - neue Mariahilfer Straße in wenigen Jahren wieder zur teuren „Riesenbaustelle“ werden würde. NEOS verwies in einer Aussendung auf Pläne, die der Partei vorliegen würden. Die Wiener Linien dementierten auf Nachfrage. Die Mariahilfer Straße werde nicht „angegriffen“. Der Streckenbau erfolge unterirdisch, die Stationsauf- bzw. -abgänge gebe es durch die U3 schon.

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