Tiergarten: Giraffen bekommen Wintergarten

Im Tiergarten Schönbrunn wird im historischen Kern rund um den Kaiserpavillon die Giraffenanlage komplett saniert und um einen Wintergarten erweitert. Damit können die Tiere künftig auch bei Schlechtwetter gefahrlos ins Freie.

Mit Frühjahr 2017 soll im Tiergarten Schönbrunn ein neues Giraffengehege eröffnet werden. Rund sieben Millionen Euro werden in das Vorhaben investiert - ein Dach, das einer Schirmakazie nachempfunden wurde und auf Lichteinfall reagiert, ist ebenso geplant wie eine Besuchergalerie in rund fünf Metern Höhe.

Wintergarten für die Giraffen

Insgesamt wird die neue Anlage 440 Quadratmeter messen, damit die „Tiere auch während der kalten Jahreszeiten genügend Bewegungsraum haben“, sagte Peter Hartmann, Architekt des Gebäudes. Kernstück wird ein Wintergarten sein, der an die Rückseite des bestehenden, denkmalgeschützten Gebäudes angebaut wird.

Zudem werden in das flachkuppelige Dach der Glas-Stahl-Konstruktion Photovoltaikmodule verbaut, die je nach Sonneneinstrahlung Licht- und Schattenspiele simulieren werden, um „dem natürlichen Lebensraum der Tiere zu entsprechen“, erläuterte Hartmann.

5,1 Millionen Kosten

Finanziert werden diese Pläne vom Wirtschaftsministerium und dem Zoo selbst, wobei das Ministerium mit 5,1 Millionen Euro den Großteil der Kosten trägt. Dagmar Schratter, Direktorin des Tiergartens, sieht im Umbau vor allem einen „großen Schritt in der Weiterentwicklung“ des Zoos.

Seit 1828 die erste Giraffe in Wien einzog - sie war ein Geschenk des ägyptischen Vizekönigs an den österreichischen Kaiser -, waren die Tiere immer im selben Gehege untergebracht. Die Anlage war damit die letzte im historischen Bereich des Tiergartens, die noch nicht saniert wurde.

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