21 Menschen in zwei Autos gepfercht

21 Menschen, darunter fünf Kleinkinder, hat die Polizei in der Nacht auf Mittwoch aus den Händen mutmaßlicher Schlepper befreien können. Zwei Verdächtige wurden festgenommen.

Streifenbeamte des Stadtpolizeikommandos Leopoldstadt wurden um 4.30 Uhr auf einen augenscheinlich überladenen Minivan mit abgedunkelten Scheiben aufmerksam. Bei einer in der Schüttelstraße durchgeführten Lenker- und Fahrzeugkontrolle entdeckten die Beamten insgesamt elf Personen, darunter zwei Kleinkinder, zusammengepfercht im hinteren Teil des Fahrzeuges. Die aus dem Irak und Syrien geflohenen Menschen wurden erstversorgt. Die mutmaßliche Schlepperin, eine 40-jährige türkische Staatsbürgerin, wurde festgenommen.

Zehn Iraker in Simmering

Nur wenige Stunden zuvor war Beamten des Stadtpolizeikommandos Simmering nahe der Autobahnabfahrt Simmeringer Haide ein offensichtlich überladenen Minivan mit verdunkelten Seitenscheiben aufgefallen. Die Polizisten folgten dem Fahrzeug und stoppten es in der Johann-Petrak-Gasse.

Im Inneren des Fahrzeuges, beide Rückbänke des Minivans waren ausgebaut, saßen zehn Personen (vier Männer, drei Frauen und drei Kleinkinder) zusammengedrängt auf dem Boden des Fahrzeuges. Die aus dem Irak stammenden Menschen wurden erstversorgt. Der mutmaßliche Schlepper, ein 47-jähriger serbischer Staatsbürger, wurde festgenommen, der Minivan sichergestellt.

Iraker in Autos mit schwedischen Kennzeichen

Bereits am 31. August wurden zwei männliche Personen auf einem Parkplatz in Wien-Leopoldstadt festgenommen. Polizeibeamten waren zwei Minivans mit schwedischen Kennzeichen auf einem Parkplatz in der Schüttelstraße verdächtig erschienen. Bei der folgenden Lenker- und Fahrzeugkontrolle konnten aus einem der Fahrzeuge insgesamt acht offensichtlich geschleppte Menschen aus ihrer misslichen Lage befreit werden.

Die vier Männer, zwei Frauen und zwei sehr junge Mädchen, die aus dem Irak geflohen waren, wurden von den Beamten erstversorgt. Die beiden mutmaßlichen Schlepper, ein 37-jähriger Kanadier und ein 26-jähriger syrischer Staatsbürger, wurden festgenommen.

„Rettung von Menschenleben“ als Ziel

Der Wiener Landespolizeipräsident Gerhard Pürstl hatte zuletzt alle Wiener Polizeibeamten dazu aufgerufen, im Zuge ihres Streifendienstes besonderen Bedacht auf mögliche Schlepperfahrzeuge zu nehmen: „Das vorrangige Ziel bei der Bekämpfung der Schlepperkriminalität muss die Rettung von Menschenleben sein. Rücksichtslose Kriminelle, die viel Geld auf Kosten oft verzweifelter Menschen machen und denen deren Leben und Schicksal gleichgültig sind, müssen konsequent festgenommen und der Justiz übergeben werden.“

24 Menschen in Kastenwagen

Verschweißte Türen, vergitterte Fenster: 24 junge Flüchtlinge hat die Polizei in der Nacht auf Dienstag aus einem Kastenwagen befreit und ihnen damit möglicherweise das Leben gerettet. Der Schlepper befindet sich in Haft - mehr dazu in Lebensgefahr: Schlepper-Lkw gestoppt.

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