Zwei neue Standorte für Gemeindebauten

Wien baut wieder Gemeindebauten. Seit Mittwoch ist fix, dass zum bereits bekannten Pilotprojekt in Favoriten zwei weitere Objekte kommen. Diese entstehen in Mariahilf und der Leopoldstadt. Sie sollen ab 2017 errichtet werden.

Ziemlich zentral liegen die städtischen Wohnungen, die in Mariahilf projektiert sind. Sie werden an der Adresse Stumpergasse 56 gebaut, wobei ein Bürogebäude weichen muss, das bis vor Kurzem das Institut für Höhere Studien (IHS) beherbergte. Das Grundstück (rund 1.860 Quadratmeter, Anm.) und die Lage würden sich optimal für Wohnzwecke eignen, hieß es.

Insgesamt soll dort Platz für rund 60 neue Gemeindewohnungen, eine Senioren-WG und einen Kindergarten geschaffen werden. Wenn der Baustart wie geplant 2017 erfolgt, könnte die Fertigstellung laut Stadt 2019 erfolgen.

Bürgermeister Michael Häupl und Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (beide SPÖ)
ORF
Wohnbaustadtrat Michael Ludwig und Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ)

Wohnungen statt Garagen

In der Leopoldstadt harrt ein Haus mit bis zu 200 Wohneinheiten der Realisierung. Am Handelskai 214 soll dafür ein altes Garagenareal weichen. Der Neubau wird mit Gemeindewohnungen in der Größe von einem bis drei Zimmern errichtet - die auch über Freiflächen wie Balkon oder Terrasse verfügen. Bestehende Sichtachsen zur Donau sollen erhalten bleiben. Sprich: Man will den Nachbarn dort die Aussicht nicht nehmen, wie betont wurde.

Für Wiener Gemeindebauten müssen anders als im geförderten Wohnbau keine Eigenmittel bezahlt werden. Die Höchstgrenze in Sachen Miete beträgt brutto 7,5 Euro pro Quadratmeter, wobei es für Interessenten Einkommenshöchstgrenzen gibt. Man kann sich nur prinzipiell für eine Gemeindewohnung, aber nicht für einen speziellen Gemeindebau - also etwa für das in einer begehrten Wohngegend liegende Objekt in der Stumpergasse - anmelden.

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