Burgtheater: Ex-Finanzchefin legte Geständnis ab

Die ehemalige kaufmännische Direktorin des Burgtheaters, Silvia Stantejsky, soll vor der Wirtschafts-und Korruptionsstaatsanwaltschaft ein Geständnis abgelegt haben. Das berichtet das Nachrichtenmagazin „profil“.

"Richtig ist der Vorwurf der Veruntreuung der Gelder von Matthias Hartmann (Ex-Burgtheaterdirektor, Anm.) und David Bösch (Regisseur, Anm.), welche diese mir privat zur Verwahrung übergeben haben“, sagte sie laut dem „profil“ vorliegenden Einvernahmeprotokoll aus. Im Vorjahr wehrte sie sich noch gegen etwaige Vorwürfe im Interview mit dem ORF - mehr dazu in „Burg“: Stantejsky sieht sich als Sündenbock (wien.ORF.at; 28.2.2014).

Stantejsky
APA/Roland Schlager
Stantejsky soll Burgtheater-Geld für private Ausgaben verwendet haben

Stantejsky bereut Handlungen

Im Falle Hartmanns seien dies insgesamt 293.000 Euro gewesen. Bösch habe ihr in Summe 185.500 Euro überlassen. Diese Vermögen habe sie in einem Safe in der Wohnung ihrer Mutter verwahrt. Hartmann habe sie die Gelder bis auf einen Betrag von 93.000 Euro zurückbezahlt. Der Rest? „Ich habe das Geld sowohl für Einzahlungen auf die Kasse bzw. Konten des Burgtheaters sowie für private Ausgaben verwendet“, gab sie zu Protokoll.

Stantejsky rechtfertigt ihre Handlungen mit dem enormen Druck, dem sie ausgesetzt gewesen sei. Sie sei überlastet und suizidgefährdet gewesen. „Im Nachhinein betrachtet sind für mich manche Handlungen selber nicht nachvollziehbar“, zeigt sie sich einsichtig. Und weiters: „Ich möchte betonen, dass mir das sehr leid tut und ich meine Handlungen bereue.“ Die Beschuldigte war für „profil“ nicht zu sprechen. Ihre Anwältin Isabell Lichtenstrasser erklärt: „Ein laufendes Verfahren kommentieren wir nicht.“

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