Copa Cagrana: Stadt gewinnt Klage

Die Stadt Wien hat die Räumungsklage zur Copa Cagrana gegen den Generalpächter Norbert Weber laut Umweltstadträtin Ulli Sima (SPÖ) in letzter Instanz gewonnen. Weber will aber weitere Rechtsmittel ergreifen.

Für die Stadt Wien ist der Rechtsstreit endgültig beendet, das Areal muss demnach geräumt werden. Sollte das nicht geschehen, werde man sich einen Exekutionstitel besorgen und die restlichen Lokale selbst entfernen. „Fünf lange Jahre haben wir darauf gewartet, ich bin wirklich sehr, sehr froh“, freute sich Sima am Montag im Gespräch mit Journalisten darüber, nun auf sämtliche Flächen zugreifen zu können.

Weber müsse die Fläche nun binnen 14 Tagen übergeben. Falls die Stadt selbst aktiv werden muss, wird man dem Generalpächter die Kosten in Rechnung stellen, kündigte die Stadträtin an.

Weber will weitere Rechtsmittel

Der Großteil der in die Jahre gekommenen Freizeitmeile musste bereits weichen. In einem Abschnitt, in dem die Stadt über direkte Verträge mit Lokalbetreibern verfügte, wurde bereits ein Neubau für zwei Gastro-Betriebe errichtet. Die Stadt, so betonte Sima, habe bereits während des fünf Jahre dauernden Rechtsstreits alle gesetzlichen Möglichkeiten genutzt, um die Copa Cagrana zu verschönern.

Norbert Weber sieht in der jüngsten gerichtlichen Entscheidung dagegen nur eine weitere Etappe im laufenden Streit. Er werde weitere Rechtsmittel ergreifen, kündigte er am Montag an. Denn er sei nicht der Meinung, dass keine solchen mehr möglich sind: „Es gibt ja auch noch den Obersten Gerichtshof.“ Und, so berichtete Weber, er habe auch Teile des Verfahrens gewonnen.

Dies würde einige Flächen auf der Copa Cagrana betreffen, wo er somit weiterhin Lokale betreiben dürfe. Und das wolle er auch tun. Es handle sich um jene Bereiche, in dem zuletzt der neue Copa Beach eingerichtet worden war: „Dort werden wir uns hinstellen“, gab sich Weber kämpferisch.

Neues Urteil im Fall Copa Cagrana

Nach rund 40 Gerichtsverfahren um die Copa Cagrana sieht sich die Stadt Wien jetzt als Siegerin.

Projekte für Neugestaltung bis Dezember

Aus Sicht der Stadt soll sich demnächst entschieden, wie das Areal künftig aussehen wird. Ein Realisierungswettbewerb wurde bereits ausgeschrieben. Zuletzt seien neun Architekten ausgewählt und ersucht worden, bis Mitte Dezember ihre Projekte für die neue Waterfront einzureichen. Die Fortgehmeile an der Neuen Donau soll ab dem kommenden Jahr über eine Länge von rund 500 Metern neu gestaltet werden - wobei für 2016 eine Art Übergangsnutzung geplant ist.

Angedacht ist wieder eine vor allem gastronomische Nutzung, die zumindest zum Teil ganzjährig möglich sein soll. Freiräume ohne Konsumzwang soll es aber laut Sima ebenfalls geben. Modell dafür sei der heuer erstmals eingerichtete Copa Beach, der vor den neuen Lokalitäten für Strand-Feeling sorgte - mehr dazu in Neue Klientel stürmt Copa Cagrana (wien.ORF.at; 15.8.2015).

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