Kritik an Neubauplänen bei Casino Zögernitz

Das historische Casino Zögernitz in Döbling soll revitalisiert und ausgebaut werden. Geplant sind ein Hotel, Wohnungen und eine Tiefgarage. Der Strauss-Saal soll als Tonstudio genützt werden. Kritik kommt von einer Bürgerinitiative.

Die an der Döblinger Hauptstraße gelegene Residenz Zögernitz - früher Casino Zögernitz - wird generalsaniert. Dabei werden die historischen Altbestände renoviert und bauliche Veränderungen, die Anfang des vorigen Jahrhunderts vorgenommen wurden und alte Strukturen zugedeckt haben, rückgängig gemacht.

Widmungsverfahren bis Jänner

Zudem soll das geschichtsträchtige Biedermeierjuwel wie früher ein Hotel beherbergen – konkret ein Design-Boutique-Hotel mit 18 Zimmern, untergebracht im ersten Stock sowie im ausgebauten Dachboden. Außerdem soll auch wieder ein Restaurant mit historischem Gastgarten und Küche eröffnen. Bis 14.Jänner läuft das Widmungsverfahren. Im Frühjahr steht das 26 Millionen teure Projekt im Gemeinderat zur Diskussion.

Strauss-Saal als Tonstudio und Eventlocation

Zur Belebung der Residenz Zögernitz soll der Strauss-Saal beitragen. Er soll künftig wegen seiner Akustik auch als Tonstudio dienen. 1,5 Mio. Euro sollen in die Technik des Saals investiert werden. Neben der Nutzung als Aufnahmeort wird der Saal auch für Hochzeiten und Veranstaltungen vermietet.

Bürgerinitiative gegen Bauprojekt

Im rückwertigen Teil des Areals wird ein Terrassenhaus mit 48 Eigentumswohnungen errichtet. Geplant ist außerdem eine Tiefgarage für Parkplätze. Die Hälfte der geplanten 106 Stellplätze ist für Kurzparker gedacht - beispielsweise für Kunden der umliegenden Geschäfte der Döblinger Hauptstraße. Der Innenhof des Zögernitz soll durch die Tiefgarage wieder autofrei werden.

Die Freiflächen sollen einen parkähnlichen Charakter mit Bäumen und Grünflächen aufweisen. Rainer Balduin von der Bürgerinitiative Zögernitz kritisiert, dass zu viel verbaut wird, der Boden versiegelt wird und mehr als 20 Bäume gefällt werden.

Entwurf
Zögernitz / Schneider + Schumacher

Eigentümer Hermann Rauter entgegnet, dass nur 12 der 34 Bäume gefällt werden müssen. Auch der Abstand vom denkmalgeschützen Bau zum Neubau sei ausreichend. Rauter beauftragte nun eine Mediatorin damit, die Konfliktsituation zu entschärfen - mehr dazu in Wirbel um Wohnprojekt bei Residenz Zögernitz (wien.ORF.at; 21.12.2013).

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