U1-Verlängerung: Trasse komplett betoniert

Es ist der nächste Meilenstein der U1-Verlängerung nach Oberlaa: Das Fundament der Trasse ist komplett betoniert, teilweise sind die Schienen schon verlegt. Auch Stationsgebäude und Bahnsteige nehmen Gestalt an.

Unter der Alaudagasse in Favoriten sieht es schon fast so aus, als ob jeden Moment die nächste U1 einfahren könnte. Ganz so weit ist es noch nicht, aber der Rohbau der Station ist bereits fertig. Derzeit wird die Station auf den Millimeter genau vermessen, damit später der Spalt zwischen U-Bahn und Bahnsteig nicht zu groß wird - mehr dazu in Bau der U1-Trasse geht voran (wien.ORF.at; 4.1.2015).

Steinmetzarbeiten ab 2016

„Anfang nächsten Jahres wird der Steinmetz am Bahnsteig mit den Bahnsteigkanten und dem Bahnsteigbelag beginnen. Dann wird er die Stiegenbeläge herstellen“, so Wiener Linien-Bauingenieur Martin Kronberger gegenüber „Wien heute.“

Alaudagasse in Favoriten
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Die neue Station Alaudagasse nimmt bereits Form an

Von Oberlaa zum Stephansplatz in 15 Minuten

Die U1 bekommt vom Reumannplatz bis nach Oberlaa fünf neue Stationen. Die Trasse ist 4,6 Kilometer lang, ab der Alaudagasse wird die U1 oberirdisch fahren. 50.000 Menschen entlang des Einzugsgebiets sollen von der neuen U1 profitieren - mit einer Fahrzeit von Oberlaa zum Stephansplatz von 15 Minuten.

Sendungshinweis:

Wien heute, 17.12.2015

„Es wird hier viel Freizeit- und Berufsverkehr geben. Die Therme wird sicher ein Frequenzbringer sein, wo man das am Wochenende und am Abend lange nutzen kann. Und auch die Fachhochschule wird einiges bringen“, so Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer.

U1-Verlängerung
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Das Fundament der Trasse ist bereits komplett betoniert

Liniendesign bei neuem Stationsgebäude

Beim Stationsgebäude werden gerade die Fugen der Glaskonstruktion geschlossen. Sie soll mehr Licht in die Station bringen. Das Design der neuen Stationen wirkt bekannt und ist der Architektur der U1 nachempfunden - mehr dazu in Neue U1-Stationen nehmen Gestalt an (15.6.2015).

Stationsgebäude
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Das neue Stationsgebäude wird nach U1-Liniendesign- und architektur gebaut

U1-Verlängerung kostet 600 Millionen Euro

Steinbauer: „Wir haben bei der Wiener U-Bahn das grundsätzliche System, ein Liniendesign zu haben. Das heißt, die Leitsystemfarbe in der Linie ist gleich, aber auch die Architektur soll gleich sein.“

Die U1 war in den 1970er Jahren die erste U-Bahn-Linie Wiens. Die Form der Stationen bleibt auch im letzten Abschnitt gleich - die Viertelbögen als markantes Merkmal, dazu werden innen noch weiße Paneele mit roten Akzenten montiert. Im Herbst 2017 soll die U1 bis Oberlaa in Betrieb gehen. Insgesamt kostet die U1-Verlängerung rund 600 Millionen Euro.

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