Wiener Linien bauen Videoüberwachung aus

Mit den aktuellen Sanierungen der U-Bahn-Stationen verstärken die Wiener Linien auch die permanente Videoüberwachung. Rund 160 Kameras werden allein bei der U4-Modernisierung nachträglich eingebaut.

Rund 2.000 Kameras überwachen schon jetzt das Geschehen flächendeckend in den 104 Wiener U-Bahn-Stationen. Bei rund der Hälfte der Stationen liefern die Überwachungskameras Livebilder für Stationsaufsicht und U-Bahn-Leitstelle. Aufgezeichnet wird das Videomaterial nur, wenn der Notstopp ausgelöst oder die Notsprecheinrichtung betätigt wird. „Schon allein deshalb ist es wichtig, in Gefahrensituationen nicht zu zögern und diese zu verwenden“, so Wiener-Linien-Sprecher Daniel Amann.

Ausbau Videoüberwachung
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Die andere Hälfte der Stationen wurde bereits mit einer permanenten Videoüberwachung ausgerüstet - zuletzt etwa die Stationen Neubaugasse, Zieglergasse und Westbahnhof. Hier werden die Aufnahmen 48 Stunden lang gespeichert und dann automatisch überschrieben. Die Polizei hat die Möglichkeit, auf die Daten zuzugreifen, um Täter auszuforschen. Um Datenschutz zu gewährleisten, regelt die Strafprozessordnung, wann Aufnahmen von als Beweismittel gesichert werden dürfen und wann nicht. In der Regel genügt ein Verdachtsmoment oder eine verdächtige Person.

U4-Stationen bekommen 160 neue Kameras

Nun möchten die Wiener Linien die permanente Videoaufzeichnung aufrüsten. Das geschieht während der aktuellen Stationssanierungen. Bei U6-Station Alser Straße etwa wurden etwa acht neue Kameras eingebaut, bei der U4-Station Stadtpark, die derzeit saniert wird, sind sieben neue Kameras vorgesehen - mehr dazu in U-Bahn-Station Stadtpark teilweise gesperrt.

Ausbau Videoüberwachung
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Rund 2.000 Kameras überwachen derzeit die U-Bahn-Stationen

„In den nächsten Jahren steht außerdem eine große Renovierung der U4 an. Auch da werden Stationen erneuert. Und im Zuge dessen werden natürlich auch da zusätzliche Kameras installiert. Da sprechen wir von rund 160 neuen Kameras, die da eingebaut werden“, so Wiener-Linien-Sprecher Daniel Amann.

„Fahrgäste wünschen Überwachung“

Vor allem in bisher weniger überwachten Bereichen wie Liften, Stiegenaufgängen und in den Stationseingangshallen wird nachgerüstet. Amann: „Die Videoüberwachung ist bei den Wiener Linien historisch gewachsen. In der Grundüberlegung waren die Kameras nur zur Abfertigung der Züge eingesetzt. Aus sicherheitstechnischen Überlegungen ist das in den vergangenen Jahren sukzessive gewachsen.“

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Videoüberwachung soll Sicherheitsgefühl geben

Laut Wiener Linien bewährte sich die Videoüberwachung. Sie dient dem Sicherheitsgefühl der Fahrgäste und der Prävention von Straftaten und eben der Polizei als Beweismaterial. Allein 2014 griff die Polizei 4.400-mal auf Videomaterial der Wiener Linien zu. „Es wird auch von den Fahrgästen eine Videoüberwachung gewünscht“, so Amann.

Wiener Linien bauen Videoüberwachung aus

Vor allem in bisher weniger überwachten Bereichen wie Liften, Stiegenaufgängen und in den Stationseingangshallen wird nachgerüstet.

Wie viele Kameras in einer Station installiert sind, hängt von der Größe der Station ab. Die Wiener Linien investierten 2015 rund 450.000 Euro in die Ausrüstung der Stationen mit Videoüberwachung - mehr dazu in Videoüberwachung hilft gegen Kriminalität.

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