Noch 184 Flüchtlinge im Ferry-Dusika-Stadion

Nachdem sich die freiwilligen Flüchtlingshelfer aus dem Ferry-Dusika-Stadion an die Öffentlichkeit gewandt haben, hat sich die Situation im Stadion entspannt. Statt 800 sind derzeit 184 Menschen dort untergebracht. Ziel ist weiterhin die Schließung.

Zu Weihnachten hat sich die Situation für die Flüchtlinge im Dusika-Stadion merklich gebessert. Derzeit leben 184 Menschen in der Halle. „Viele Familien konnten in andere Quartiere umsiedeln. Dann haben wir Kojen für die Flüchtlingsfamilien eingerichtet. Das heißt, jeder hat jetzt seinen eigenen Bereich. Wir haben sehr viele hauptamtliche Mitarbeiter angestellt“, sagt Martina Vitek vom Samariterbund gegenüber „Wien heute“.

50 Mitarbeiter sind es insgesamt. Am Heiligen Abend kümmerten sich sieben Mitarbeiter um die Flüchtlinge. „Mein Dank gilt trotzdem den vielen freiwilligen Helfern, die das letzte halbe Jahr viel Zeit und Energie und Herzenslust reingesteckt haben, um den Menschen zu helfen“, sagt Vitek.

Weihnachtsfeier im Ferry-Dusika-Stadion
ORF
Weihnachtsfeier im Ferry-Dusika-Stadion

Ziel ist Schließung des Quartiers im Dusika-Stadion

„Wir schauen, dass die Menschen sukzessive in andere Quartiere gebracht werden, wo man dann wirklich mit der Integrationsarbeit beginnen kann. Das Ziel vom Samariterbund und der Stadt Wien ist, das Quartier hier auflösen zu können. Wir arbeiten daran, dass das rasch über die Bühne geht“, sagt Vitek.

Die meisten Feiern in den Flüchtlingsunterkünften fanden aus organisatorischen Gründen bereits in den vergangenen Tagen statt. Einen Christbaum und Adventkranz gab es überall, heißt es beim Fonds Soziales Wien (FSW). Auch die traditionellen Weihnachtslieder standen meist am Programm - auf Arabisch, Englisch und Deutsch gesungen.

Weihnachten im Ferry-Dusika-Stadion

Hilfsorganisationen und freiwillige Helfer organsierten die Feier, viele Flüchtlinge feierten erstmals Weihnachten.

Neues Quartier mit 1.000 Plätzen entsteht

Eine neue Notunterkunft für bis zu 1.000 Asylwerber soll in Liesing in zwei leerstehenden Bürogebäuden entstehen. Die ersten Asylwerber sollen bereits in den kommenden Wochen einziehen. Laut Stadt wird es „nur ein Provisorium“. Derzeit werden die beiden Bürogebäude in der Ziedlergasse umgebaut. Bis zu 1.000 Menschen können dort mittelfristig untergebracht werden, bis sie in kleinere Unterkünfte für maximal 80 bis 100 Personen aufgeteilt werden können - mehr dazu in Neues Quartier für 1.000 Flüchtlinge.

Links:

Werbung X