Manner liefert ab Herbst Fernwärme

Die Abwärme aus der Manner-Fabrik in Wien-Hernals wird ab Herbst 2016 auf einer Länge von 3,5 Kilometern in das lokale Fernwärmenetz eingespeist. Die Fabrik wird derzeit ausgebaut und modernisiert.

Eingeheizt wird ab Herbst rund 600 Haushalten und Betrieben in unmittelbarer Nachbarschaft der Waffelproduktion in Hernals und Ottakring. Die Leistung beträgt ein Megawatt. Um die Abwärme aus den Backöfen nutzen zu können, wurde ein eigenes Verfahren entwickelt.

Die Fabrik selbst wird das Verfahren hauptsächlich im Sommer nutzen, so der technische Leiter Michael Höbinger gegenüber „Radio Wien“: „Im Sommer müssen wir stark kühlen. Im Winter ist der Bedarf nicht so hoch und wir können die überschüssige Energie der Wien Energie übergeben.“ Peter Gönitzer, Geschäftsführer der Wien Energie, betonte Vorteile für die Umwelt: „Die Wärme wird in unmittelbarer Nähe derer erzeugt, die sie verbrauchen. Das ist besonders energieeffizient und reduziert den jährlichen CO2-Ausstoß um 1.000 Tonnen.“

Anstieg bei Export und teurer Umbau

Im dritten Quartal 2015 hatte Manner Exportanstiege von 7,5 Prozent vermeldet. Allerdings belaste das Unternehmen ein geplanter Neubau um rund 40 Millionen Euro und unerwartete Kosten wegen des Einsturzes eines Fabriktrakts in Hernals im Vorjahr, hieß es - mehr dazu in Manner: Steigender Export und teurer Neubau (wien.ORF.at; 6.11.2015).

Der Einsturz des Trakts im Innenhof der Fabrik hatte im Oktober 2014 zu Verzögerungen beim seit 2012 laufenden Umbau geführt. die Schadenssumme wegen des Einsturzes soll bis zu 25 Mio. Euro ausmachen - mehr dazu in Manner feiert Dachgleiche (wien.ORF.at; 16.9.2015).

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