Nur minimales Plus bei Radverkehr

Trotz hoher Werbeausgaben und Investitionen in den Radverkehr gab es 2015 laut Mobilitätsagentur nur um ein Prozent mehr Radfahrer in Wien als im Vergleich zum Vorjahr.

6.406.205 Radfahrer - so viele Personen wurden bei den neun über ganz Wien verteilten Zählstellen der Mobilitätsagentur gemessen. An fünf Messstellen wurden mehr Radler registriert, darunter in der Langobardenstraße (+6,5%) oder am Praterstern (+5,5%), an vier Stellen hingegen weniger. So gab es das größte Minus am Neubaugürtel (-3,9%), gefolgt von der Linken Wienzeile (-3,5%). Der Modal Split, also der Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehrsaufkommen, wird erst später genau erhoben.

Forderung nach mehr Radwegen

Unterm Strich bleibt allerdings laut den Messstationen ein magerer Zuwachs von lediglich einem Prozent gegenüber dem Jahr 2014 - obwohl deutliche Zuwächse beim Radverkehr das erklärte Ziel der grünen Verkehrspolitik sind. Weil der Anteil der Radfahrer aber weit weniger stark steigt, wie gewünscht, zeigt sich auch Martin Blum nicht erfreut. Der Chef der Wiener Mobilitätsagentur fordert dringend mehr Radwege.

„Wichtige Lückenschlüsse sind etwa der Getreidemarkt - da gibt es derzeit noch keine gute Verbindung von der Zweierlinie zum Karlsplatz - und auch der Naschmarktbereich, wo der Wientalradweg davor aufhört und keine Verbindung zum Karlsplatz möglich ist“, sagte Blum. Die Erweiterungsgebiete in Favoriten würden laut dem Radverkehrsbeauftragten ebenfalls neue Radwege brauchen.

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