Maßnahmen gegen Drogenhandel

Im Kampf gegen den Drogenhandel in Ottakring werden Polizei und Bezirk verstärkt aktiv. Bei einem Drogengipfel wurden mehrere Maßnahmen beschlossen. Es soll etwa die Beleuchtung und Bepflanzung in Gürtelnähe verändert werden.

Bei einer Schwerpunktaktion gegen den Drogenhandel in Ottakring stellte die Polizei 624 Baggies mit Cannabis und Marihuana sicher. Die beiden Suchtmittelspürhunde „Inya“ und „Murphy“ erschnüffelten außerdem noch elf Päckchen Kokain.

20 Anzeigen innerhalb weniger Stunden

Beamte des Stadtpolizeikommandos Ottakring und die Polizeidiensthundeeinheit führten von Dienstagmittag bis Mittwochfrüh die Kontrollen entlang des Gürtels durch. „Insgesamt wurden 20 Anzeigen erstattet“, sagte Polizeisprecher Roman Hahslinger. Mehr als 70 Personen wurden kontrolliert. Die sichergestellten Drogen waren teilweise in Verstecken deponiert gewesen.

Hunde und Drogen
LPD Wien
Polizeihunde „Inya“ und „Murphy“ erschnüffelten Drogen

Mehr Beleuchtung, andere Bepflanzung

Entlang der U-Bahn-Trasse zwischen den Stationen Josefstädter Straße und Thaliastraße werden immer wieder Drogenpäckchen in den Büschen versteckt. Beim Drogengipfel mit Stadt, Bezirksvorstehern und Polizei wurden deshalb Maßnahmen beschlossen: Auf der Ottakringer Seite soll etwa die Bepflanzung verändert werden, in Absprache mit dem Stadtgartenamt. Zugleich soll die Straßenreinigung öfter unterwegs sein, um Drogenverstecke aufzuspüren und zu entfernen - mehr dazu in Suchtkoordinator: „Mehr Händler als Käufer“.

Die Polizei führt verstärkt Schwerpunktaktionen durch. Was die zunehmende Suchtgiftszene am Brunnenmarkt angeht: Dort setzt der Bezirk vor allem auf bessere Beleuchtung, schon allein, um das Sicherheitsgefühl der Anrainer zu erhöhen. In der Brunnengasse zwischen Gaullachergasse und Friedmanngasse wurde bereits vergangene Woche die Beleuchtung verstärkt. Nun soll der Abschnitt zwischen Neulerchenfelder Straße und Gaullachergasse folgen.

Kritik an neuem Gesetz

Außerdem will man den Druck erhöhen, das neue liberalere Strafgesetz wieder zu ändern. Die Strafrechtsreform sieht seit heuer vor, dass Verdächtige dreimal angehalten werden müssen, bevor die Untersuchungshaft verhängt werden kann. In den Straßenzügen nahe des Gürtels in Ottakring soll sich das Problem des Drogenhandels dadurch verschärft haben - mehr dazu in Drogenhandel: Pürstl klagt über neues Gesetz.

Link:

Werbung X