In Wien fehlen „leistbare Wohnungen“

Die angekündigte Wohnbauoffensive löse keine Probleme am Wohnungsmarkt: Die Wiener Immobilientreuhänder sehen nur jene bevorzugt, die bereits lange in Wien leben. Allen anderen würden weiter „leistbare Wohnungen“ fehlen.

Die von Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (SPÖ) angekündigte Wohnbauoffensive - mehr dazu in Stadt will um 30 Prozent mehr Wohnungen bauen - löse keine Probleme am Wohnungsmarkt, so die Immobilientreuhänder. Nur wer schon lange in Wien lebe, profitiere. In Wien gebe es einen privilegierten Mietadel, kritisierte der Fachgruppenobmann der Wiener Immobilientreuhänder, Michael Pisecky. 20.000 bis 40.000 Wohnungen stünden leer, da sie mit günstigen Altmieten ausgestattet seien.

Neue Wohnungen mit Schlüsseln
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Die Stadt Wien hat angekündigt, um 30 Prozent mehr neue Wohnungen zu bauen

Viele Immobilien stehen leer

„Das ist im Gemeindebau so, das ist in Genossenschaften, in geförderten Mietwohnungen so, das ist auch bei Altverträgen in privaten Wohnungen so. Diese Wohnungen sind so billig, dass, wenn man auch dort nicht mehr wohnt, diese lieber leerstehen lässt oder diese lieber aufhebt“, so Pisecky.

Zudem kritisierte er das Eintrittsrecht, das zum Beispiel an Verwandte weitervererbt werden kann: „Hier werden Wohnungen, die sehr günstig sind, die eigentlich dringend gebraucht würden, für jene, die wenige Mittel haben, gehortet und stehen zu einem guten Teil leer.“

Geht es nach Pisecky soll der Mietpreis dieser Wohnungen angepasst werden, wenn sie nicht vom Mieter selbst bewohnt werden. Damit könnten viele leerstehende Immobilien wieder auf den Markt gebracht werden.

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