Ideen für sozialen Wohnbau gesucht

Mit einem Symposium an der TU Wien ist die Internationale Bauaustellung (IBA) gestartet worden. Bis 2022 soll die Bevölkerung mit Fachleuten aus dem In- und Ausland Ideen für den sozialen Wohnbau erarbeiten.

Die Einwohnerzahl Wiens wird in den nächsten Jahren auf über zwei Millionen ansteigen, der dafür notwendige Wohnraum zählt zu den größten Herausforderungen für die Stadt. Rund 13.000 neue Wohnungen pro Jahr ab 2017 wurden bereits angekündigt, im Rahmen der IBA soll es auch darauf ankommen "Qualitätsstandards neu, innovativ und kreativ zu überprüfen, zu schärfen und weiterzuentwickeln“, wie Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (SPÖ) am Montag erklärte.

Besucher bei internationaler Bauausstellung
ORF
Die Internationale Bauausstellung wird bis 2022 laufen

Als fünf Diskussionspunkte für die Internationale Bauausstellung wurden „leistbares Wohnen“, „veränderte Altersstruktur“, „Vielfalt/Partizipation“, „Architektur“ und „Klima/Umweltschutz“ genannt. In der IBA sollen neue Lösungen gesucht werden, die über den Zeitraum der IBA hinaus wirksam und anwendbar sind, hieß es von der Stadt Wien.

Besonders in den Fokus werden die Stadtentwicklunsgebiete Eurogate II, Theodor-Körner-Kaserne, Nordwestbahnhof, Neu-Leopoldau, Donaufeld I, Berresgasse, Aspern Seestadt Nord, Hausfeld, In der Wiesen Süd, In der Wiesen Ost sowie In der Wiesen Mitte genommen. In diesen Gebieten stehen Neubauten bevor. Beim Schwerpunkt Stadterneuerung wurden für die IBA die Peer-Albin-Hansson-Siedlung, Innerfavoriten, Geiselberg/Simmeringer Zentralraum, Stadtteil Rustendorf und Stadtteil Reindorf genannt.

Michael Ludwig und Wolfgang Förster
PID/Jobst
Wohnbaustadtrat Ludwig mit Wolfgang Förster, der als IBA-Koordinator für das Konzept verantwortlich ist

Einladung an Bevölkerung

2022 sollen Projekte und Innovationen für die einzelnen Gebiete präsentiert werden. Gefragt sind dabei nicht nur die Meinungen von Experten der Wohnbauforschung, auch die Bevölkerung soll in den nächsten Jahren an den Diskussionen mitwirken.

„Keine andere Metropole verfügt über einen dermaßen großen und hochwertigen sozialen Wohnbau wie Wien. Mit der IBA soll Wien auch zum europa- und weltweiten Kompetenzzentrum für soziales Wohnen werden", meinte Wohnbaustadtrat Ludwig.

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