Austria bekommt Umweltpreis für Stadionpläne

Der FK Austria Wien bekommt den Umweltpreis der Stadt Wien - für ein Stadion, das erst gebaut wird. Weitere Preisträger sind die Burghauptmannschaft und der Tiergarten Schönbrunn, die Confiserie Heindl sowie die pulswerk GmbH.

Der Fußballklub Austria Wien soll mit seinem Verständnis für Nachhaltigkeit eine Vorbildfunktion für andere Sportvereine einnehmen. "Neben dem Stadionneubau nach strengen Nachhaltigkeitskriterien beeindruckte mich und die Jury das umfassende soziale Engagement im Rahmen der Jugendarbeit, der Integration von MigrantInnen und der Stadtteilarbeit“, begründete Umweltstadträtin Ulli Sima (SPÖ) die Juryentscheidung - mehr dazu in Austria-Stadion: Baustart im Mai 2016.

Modell Stadion
Austria Wien
Das Stadion wird auf den Standard einer UEFA-Vier-Sterne-Arena angehoben

Giraffenanlage mit Energieeffizienz

Die Burghauptmannschaft und der Tiergarten Schönbrunn schaffen mit der neuen Giraffenanlage gleich zwei innovative Maßnahmen. Der Wintergarten – ein Glashaus – ermöglicht durch glasintegrierte Photovoltaik die Nutzung erneuerbarer Energie und die Zwischenspeicherung von Wärmeenergie in einem Schotterspeicher.

Zusätzlich werden auf dem Flachdach des Besucherganges konventionelle Photovoltaikpaneele und Kollektoren für die Warmwasserbereitung installiert. „Hier gelingt in herausragender Weise der Spagat zwischen Denkmalschutz und Energieeffizienz bei einer gleichzeitigen Verbesserung der Haltungsbedingungen der Tiere“, so Christian Holzer vom Bundesministerium für Land-, Forst-, Umwelt und Wasserwirtschaft - mehr dazu in Tiergarten: Giraffen bekommen Wintergarten.

Regionalität und Müllvermeidung

Martin Heimhilcher von der Wirtschaftskammer Wien erklärt die Auszeichnung für die Confiserie Heindl damit, dass die Produktion und das Sortiment auf 100% Fairtrade-Kakao umgestellt wurde: "Dabei geht die Strategie noch weiter, denn alle regional erhältlichen Rohstoffe wie Zucker, Mehl oder Marmelade werden in Österreich eingekauft. Dieser wichtige Schritt hin zu fairen Beziehungen und einer ganzheitlichen Betrachtung in der Lieferkette hat eine große Vorbildwirkung.“

Die pulswerk GmbH wird für sein Schulungsangebot für ressourceneffizientes Küchenmanagement ausgezeichnet. „Vermeidung von Lebensmittelabfällen sind sowohl im Privathaushalt als auch beim Wirten um’s Eck ein stetig präsentes Thema. In diesem Projekt spielen neben den finanziellen Einsparungen auch die ökologischen und vor allem ethischen Gründe eine wichtige Rolle“, erläutert Maria Kubitschek, Leiterin des Bereichs Wirtschaft der Arbeiterkammer Wien, die Juryentscheidung.

Umweltpreis seit elf Jahren

Seit 2005 schreibt die Stadt Wien gemeinsam mit der Wiener Umweltschutzabteilung – MA 22 den Umweltpreis aus. Der Preis dient als Anreiz und Inspirationsquelle für Unternehmen, die sich bisher noch wenig mit dem Thema des betrieblichen Umweltschutzes auseinandergesetzt haben.

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