Busspuren bleiben für E-Autos geschlossen

Vorrang für E-Autos wird es auch künftig nicht geben, die Wiener Busspuren bleiben für sie geschlossen. Das Ladenetz für Elektroautos soll dafür deutlich ausgebaut werden, E-Taxis erhalten Förderungen.

In Norwegen sind E-Autos schon lange auf den Busspuren unterwegs, in Deutschland darf jede Stadt selbst entscheiden, ob sie das will. In diesen Ländern soll die Vorfahrt für Elektroautos als Anreiz dienen, sich für E-Mobilität zu entscheiden. In Wien bleibt die Busspur trotzdem zu, wie es aus dem Büro der zuständigen Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou von den Grünen heißt. Der Vorschlag kam ursprünglich von Umweltminister Andrä Rupprechter im Vorjahr - mehr dazu in Umweltminister will E-Autos auf Busspuren.

Behinderung für Öffis

Der Grund: E-Autos auf der Busspur würden den öffentlichen Verkehr behindern und seien daher nicht im Sinn der Stadt. Ampelschaltungen, die den Bus zuerst starten lassen, wären dann nicht mehr möglich. An Ampeln, die auch Haltestellen sind, würden sich Bus und Autos blockieren.

Das Platzproblem einer wachsenden Stadt wie Wien würden zudem auch E-Autos nicht lösen, heißt es. Daher lasse man lieber weiterhin den Öffis den Vorrang. Gefördert wird die E-Mobilität dafür an anderer Stelle: In den nächsten zwei Jahren sollen in Wien 1.000 zusätzliche Ladestationen entstehen - mehr dazu in 300 neue Tankstellen für Elektroautos.

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