Würfeluhr wird zum Gebrauchsobjekt

Die Wiener Würfeluhren, an Kreuzungen wie etwa Triester Straße-Sterngasse im Original zu sehen, werden zu Alltagsobjekten. Unter der Marke „Normalzeit“ werden zum Beispiel Teetassen mit Ziffernblatt angeboten.

Glasbecher, Armbanduhr, Teemischung: Der Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt. „Es gibt ja unglaublich viele Ideen, die Sie heute noch nicht präsentiert bekommen, aber die alle schon in der Pipe sind“, sagte „lichterloh“-Miteigentümer Christof Stein bei der Präsentation am Mittwoch in Wien. Auf den Markt gebracht werden Produkte, die unter der Marke „Normalzeit“ an das Vorbild erinnern.

Lichterloh startet Würfeluhr-Kooperation mit Traditionsunternehmen
APA/ANJA HITZENBERGER
„Normalzeit“ erinnert an Würfeluhr

„Normalzeit Red 36“

Die Glasmanufaktur Lobmeyr kreierte einen zartblau gefärbten Wasserbecher, auf dem das Ziffernblatt der Würfeluhr sowie das Schriftband „Zeit für Wiener Wasser“ angebracht wurden. Die Porzellanmanufaktur Augarten steuerte eine Mokkatasse samt Untertasse bei. Auf der Tasse befindet sich der Markenname „Normalzeit“, auf der Untertasse das Ziffernblatt. Das Porzellan ist rot umrandet.

Der Lederwarenhersteller R. Horn schuf ein Uhrenarmband, von Demners Teehaus gibt es die Schwarztee-Mischung „Time for Tea“. Nach dem limitierten Würfel-Chronometer, der vergangenes Jahr präsentiert wurde, gibt es auch heuer wieder etwas für das Handgelenk: Das Modell heißt „Normalzeit Red 36“, hat ein Quarz-Werk und wird in unbegrenzter Stückzahl produziert.

„Versteckte Wiener Wahrzeichen“

Die Würfeluhr-Vermarktung ist in dieser Form möglich, da „lichterloh“ auch über Originale verfügt: Als die „versteckten Wiener Wahrzeichen“ - wie Stein sie nannte - 2007 ausgetauscht wurden, kaufte das Design-Kollektiv die noch intakten 36 Exemplare auf und sicherte sich auch die Rechte. Als Beispiele für weitere, mögliche Kooperationen wurden noch Wien Wein, der Spielehersteller Piatnik oder das Textilgeschäft „Schwäbische Jungfrau“ genannt.

„lichterloh“ vermittelt seit 1990 österreichisches und internationales Design des 20. Jahrhunderts, mit besonderem Fokus auf den 20er bis 70er Jahren. Die Schauräume beim MuseumsQuartier umfassen 400 Quadratmeter.

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