Hundstorfer geht in Beamtenpension

Rudolf Hundstorfer, Kandidat der SPÖ bei der Bundespräsidentenwahl, wird im September in Beamtenpension gehen, das berichtet der „Kurier“. Seine politische Zukunft könnte beim Pensionistenverband liegen.

Bei der Bundespräsidentenwahl kam der frühere Sozialminister im ersten Wahldurchgang am 24. April österreichweit auf 11,28 Prozent der Stimmen und landete damit hinter Norbert Hofer, Alexander Van der Bellen und Irmgard Griss an der vierten Stelle. Zu seiner persönlichen Zukunft meinte er damals: „Ich habe wirklich keinen Plan B.“

Weil er bei letzten Nationalratswahl Spitzenkandidat der Wiener SPÖ war, würde Hundstorfer nun über ein Nationalratsmandat verfügen. Dafür müsste aber Jan Krainer weichen, Hundstorfer soll das laut „Kurier“ abgelehnt haben.

Rudolf Hundstorfer und Karl Blecha
APA/Herbert Pfarrhofer
Rudolf Hundstorfer gilt als möglicher Nachfolger von Karl Blecha als Präsident des Pensionistenverbands

Regelpensionsalter ab September

Gegenüber dem „Kurier“ verwies Hundstorfer auf seinen 65. Geburtstag im September, damit erreicht er das Regelpensionsalter und tritt als langjähriger Beamter der Gemeinde Wien in den Ruhestand. Ministerpensionen wurden im Jahr 1997 abgeschafft. Ob er als Pensionist ein politisches Amt übernimmt, ist weiter offen. Im Gespräch war Hundstorfer bereits als möglicher Nachfolger von Karl Blecha als Präsident des Pensionistenverbands.

Nach der Bundespräsidentenwahl wurde Hundstorfer in der Wiener SPÖ-Zentrale ein Büro zur Verfügung gestellt, laut „Kurier“ begründete das der damalige Wiener Landsparteisekretär Georg Niedermühlbichler mit „damit unser ehemaliger Präsidentschaftskandidat eine administrative Unterstützung hat“. Das Quartier ist demnach bis „in den Sommer“ vereinbart.

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