Ausbau des kinderärztlichen Notdienstes

Neben dem AKH wird es ab Herbst auch im Kaiser-Franz-Josef-Spital einen kinderärztlichen Notdienst an Wochenenden geben. Die Wartezeiten in Notfallambulanzen sollen so kürzer werden. Die Ärztekammer will mehr Standorte.

Begonnen hat der Kindernotdienst 2013 als Pilotprojekt im AKH. Im Vorjahr wurden dort knapp 4.700 junge Patienten behandelt. Das Ziel ist, besonders an Wochenenden und Feiertagen die stark frequentierten Notfallambulanzen in Krankenhäusern zu entlasten. Für Familien bedeutet das kürzere Wartezeiten. Stadt Wien und Gebietskrankenkasse teilen sich die Kosten für den neuen Kindernotdienst im Kaiser-Franz-Josef-Spital. Die Ordination wird im Oktober eröffnet, rechtzeitig vor Beginn der Grippewelle.

Zwei Monate nach der Eröffnung des Kindernotdienstes im AKH hieß es, das Konzept scheine aufzugehen - mehr dazu in AKH-Kindernotdienst: Konzept geht auf. Im Oktober 2015 hieß es dann, das Konzept werde fortgesetzt und ausgeweitet - mehr dazu in AKH-Kindernotdienst wird fortgesetzt. Möglich wird die Ausweitung des Kindernotdienstes jetzt durch den Umzug des Preyer’schen Kinderspitals Anfang Juni in das Kaiser-Franz-Josef-Spital - mehr dazu in Mutter-Kind-Zentrum offiziell eröffnet.

Eröffnung Mutter-Kind-Zentrum Kaiser Franz Josefs Spital
ORF
Mutter-Kind-Zentrum des Kaiser-Franz-Josef-Spitals

Ärztekammer will mehr KiNDer

Die Wiener Ärztekammer begrüßt als Kooperationspartner die Etablierung eines zweiten Kindernotdienstes (KiND) in Wien im Kaiser-Franz-Josef-Spital über den Ärztefunkdienst der Ärztekammer für Wien. Damit werde ein wichtiges zusätzliches Betreuungsangebot für Kinder an Wochenenden und Feiertagen geschaffen. Gleichzeitig betont die Ärztekammer aber auch, dass dies nur ein erster Schritt sein könne und weitere Projekte beziehungsweise Maßnahmen folgen müssten.

Die Wiener Ärztekammer fordert bis 2017 drei zusätzliche Standorte für Kinderarztordinationen abseits von Spitälern. Bessere Kassenverträge würden die Kindermedizin für Ärzte attraktiver machen, hieß es. Der Ärztenotdienst wünscht sich für Wien einen eigenen Rettungswagen für Kinder. Momentan wird über die Finanzierung verhandelt.

Ärztekammer-Vizepräsident Johannes Steinhart rechnet damit, dass Gespräche über Erweiterungen vonseiten der Ärztekammer schon bald abgeschlossen sein werden. Er rechnet mit weiteren Standorten zur Versorgung von Kindern am Wochenende noch bis Herbst dieses Jahres.

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