Dienstfahrräder als urbaner Trend

Die Stadt Wien sowie einige Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern als Alternative zum Dienstwagen nun auch Dienstfahrräder an. Dieser urbane Trend wird durch E-Bikes verstärkt - und durch steuerliche Vorteile.

Das Dienstauto galt lange als großer Motivationsfaktor. Nun sind es Dienstfahrräder, die stark im Kommen sind. Sie sollen als zusätzliches Zuckerl dienen. Zumindest ist der Radbeauftragte der Stadt Wien, Martin Blum, dieser Ansicht: „Wenn es ein Fahrrad im Unternehmen gibt, können Dienstnehmer das auch für Termine verwenden, wenn sie in der Stadt zu Kunden fahren müssen.“

Dienstfahrrad
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Hunderte Firmen beteiligen sich an der Aktion „Radelt zur Arbeit“

Um Dienstfahrräder in Wien zu fördern, unterstützt die Wiener Mobilitätsagentur Aktionen wie „Radelt zur Arbeit“. Allein heuer haben sich in Wien 669 Firmen bzw. 6.827 Personen daran beteiligt. Damit sollen rund 157.000 Kilogramm CO2 und 454.000 Euro eingespart worden sein.

Vorteile beim Gehalt, Steuern sparen

Finanzielle Vorteile gibt es laut Blum auch für die Arbeitnehmer: „Dienstfahrräder können, wenn es mit dem Dienstgeber vereinbart ist, auch privat genutzt werden, ohne dass dabei Sachbezug versteuert werden muss, so wie es beim Auto der Fall ist, wo man ein höheres Gehalt zu versteuern hat. Das fällt weg.“

Polizistin auf Fahrrad
ORF
Mit 70 Fahrradpolizisten wird die Wiener Polizei heuer im Einsatz sein

Für Blum sei ein Dienstfahrrad auch ein wichtiger Imagefaktor: „Es ist in den letzten Jahren auch zu so was wie einem Statussymbol geworden. Das heißt, mit einem gut aussehenden, tollen Fahrrad in der Stadt unterwegs sein, ist auch attraktiv für viele.“

Motorunterstützung für Anzugträger

In Wien gibt es laut Blum bereits eigene Unternehmen, die darauf spezialisiert sind, Unternehmen Fahrradflotten anzubieten. Blum: „Das ist schon ein kleiner Geschäftszweig geworden.“ Und auch das Elektrofahrzeug würde den Trend zum Dienstfahrrad beschleunigen. „Gerade bei beruflichen Fahrten, wo man mit dem Anzug unterwegs ist, ist es praktisch, wenn man Motorunterstützung hat.“

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