Frau nach Angriff außer Lebensgefahr

Einer 21-Jährigen ist am Dienstagabend von ihrem Freund vor der U-Bahn-Station Währinger Straße nach einem Streit mehrmals in den Kopf gestochen worden. Die Frau war Mittwochabend nicht mehr in Lebensgefahr.

Bei dem Angriff hatte die Frau nicht nur mehrere Stiche im Kopfbereich erlitten, sondern auch einen Schädelbasisbruch: „Wir wissen nicht, ob dieser Schädelbasisbruch von der Messerattacke her rührt oder aber ob der Mann den Kopf der Frau gegen eine Hausmauer, gegen eine Eisenstange oder dergleichen geschlagen hat“. so Thomas Keiblinger, Sprecher der Wiener Polizei, gegenüber „Wien heute“. Die Frau ist nach einer Notoperation immer noch bewusstlos und wird künstlich beatmet.

Polizisten vor U-Bahn-Station Währinger Straße nach Einsatz zu Kopfstichen
ORF
Der Verdächtige ließ sich am Tatort festnehmen

Zeugeneinvernahmen und Videoauswertung

Das Paar, beide Asylwerber aus Afghanistan, geriet um 19.35 Uhr aus bisher unbekannter Ursache in einen Streit. Als die Frau ihrem Partner einen leichten Schlag auf den Mund versetzte, zückte dieser ein Klappmesser. Daraufhin drehte sich die Frau weg, der 27-Jährige stach mit dem Messer mehrmals im Kopfbereich auf sie ein. Zeugen verständigten daraufhin die Polizei. Als diese eintraf, lag das Opfer auf dem Boden, der mutmaßliche Täter unmittelbar daneben.

TV-Hinweis:

„Wien heute“, 13.7.2016, 19.00 Uhr, ORF2, und dann in tvthek.ORF.at

Der Mann übergab die Tatwaffe der Polizei und ließ sich widerstandslos festnehmen. Er wurde noch nicht einvernommen, befand sich am Mittwoch noch in Polizeigewahrsam. Jetzt sollen Zeugen vernommen und das Videomaterial aus der U-Bahn-Station ausgewertet werden. Der 27-jährige mutmaßliche Täter soll dann mit den Aussagen der Zeugen konfrontiert werden.