Pro-Erdogan-Demos: Veranstalter angezeigt

Die spontanen Kundgebungen von Anhängern der türkischen Regierung am Wochenende haben rechtliche Konsequenzen: Die Veranstalter der Demonstration am Samstagnachmittag werden angezeigt, da diese nicht angemeldet war.

Auch wegen mutmaßlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung wird ermittelt. Wer bei der Behörde nun als Veranstalter belangt wird, wurde nicht verraten - da man dies nicht dürfe, hieß es bei der Polizei. Zuletzt wurde angenommen, dass der austro-türkische Verein UETD die Proteste organisiert hatte. Auf die nötige Anmeldung wurde übrigens auch bei der Demo in der Nacht auf Samstag verzichtet. Hier ist laut Polizei jedoch nicht zweifelsfrei klar, wer sie veranstaltet hat - mehr dazu in Tausende demonstrierten für Erdogan.

Demo Erdogan
APA/Herbert P. Oczeret
Die Veranstalter der spontanen Pro-Erdogan-Demo werden angezeigt

Ermittlungen auch gegen Teilnehmer

Auch Teilnehmer der Kundgebungen müssen mit juristischen Nachwehen rechnen. Laut Polizei gibt es unter anderem Anzeigen gegen unbekannte Personen wegen Körperverletzung. Auch wegen Sachbeschädigung wird ermittelt - gegen ebenfalls noch unbekannte Täter. Anlass dafür ist jener Vorfall, bei dem der Gastgarten eines Lokals, dessen Eigentümer kurdischer Abstammung ist, ramponiert worden ist.

Auch der Verfassungsschutz ermittelt, wie die Polizei berichtete. Derzeit würden etwa die Plakate übersetzt, die bei der Demo gezeigt worden waren. Auch aus der Politik kam heftige Kritik an den Demonstrationen, zuletzt etwa von Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) und Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) - mehr dazu in Häupl-Kritik an Gewalt bei Erdogan-Demo.

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