U1-Verlängerung liegt im Zeitplan

In etwas mehr als einem Jahr fährt die U1 bis nach Oberlaa, die Verlängerung bringt fünf neue Stationen. Mit den Arbeiten sei man im Zeitplan, betonen die Wiener Linien. Die Gleise liegen teilweise schon, jetzt geht es an den Innenausbau.

Mit einer Strecke von fast 20 Kilometern wird die U1 nach der Südverlängerung die längste U-Bahn-Linie Wiens sein. Zur Zeit sind die Arbeiter in den und um die neuen Stationsgebäuden am Werk - etwa bei der Station „Neulaa“, die bautechnisch besonders aufwändig war.

Aufwändig vor allem deshalb, weil hier bereits eine Trasse der ÖBB verläuft, wie Martin Dunst, zuständiger Technischer Referent der Wiener Linien im „Wien heute“-Interview sagte. „Wir haben die Unterführung deshalb außerhalb gebaut und dann unter die Trasse eingeschoben. Das war sicher ein technisches Highlight der Baustelle.“

Innenausstattung und Begrünung fehlen noch

Alle Zugänge liegen unter der ÖBB-Trasse. Auch die fährt hier in Hochlage, deshalb musste die Unterführung geschaffen werden. Sowohl aus nördlicher als auch aus südlicher Richtung können Passagiere die Station in Zukunft betreten. Ein Vorteil: Die ÖBB-Trasse kann künftig fußläufig gequert werden, das war früher nicht möglich.

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„Wien heute“, 2. August, 19 Uhr
ORF 2, danach in der ORF TVthek

Die Station Neulaa wird in Niveaulage errichtet, es ist die vorletzte U-Bahnstation der U1-Südverlängerung. „Derzeit werden die Zugangsanlagen errichtet, außerdem die Stiegen und eine behindertengerechte Rampe“, so Dunst. Außerdem arbeiten die Wiener Linien an der Ausgestaltung der Stationen, die Begrünung im Außenbereich übernehmen die Stadtgärten. Besonders ist die Station außerdem, da hier versteckt viele Revisions- und Betriebsanlagen untergebracht werden, in denen Züge etwa gewartet werden.

U1-Liniendesign modernisiert

Das Glasdach lässt Tageslicht rein, hält aber die grelle Sonne ab. Für die neuen Stationen haben die Wiener Linien grundsätzlich das bestehende Liniendesign verwendet, allerdings alles ein bisschen „moderner, heller und leichter von der Architektur her“ gestaltet, so Dunst.

Grundsätzlich sind die Wiener Linien mit dem Fortschritt der U1-Verlängerung um 4,6 Kilometer zufrieden: „Wir liegen sehr gut im Zeitrahmen. Wir sind auf allen Bauabschnitten schon weit, die Gleise liegen teilweise schon, nun werden die Stationen im Innenausbau fertig gestellt.“ Danach kommt die Detailarbeit, bis zur Eröffnung im September 2017. Die Gesamtkosten der U1-Verlängerung liegen bei rund 600 Millionen Euro.

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