Wilhelminenspital: OP-Zentrum verzögert sich

Das neue OP-Zentrum im Wiener Wilhelminenspital verzögert sich um ein Jahr. Eigentlich sollte das Zentrum bereits seit März fertig sein, nun rechnet der Krankenanstaltenverbund mit einer „möglichen Inbetriebnahme“ im Frühjahr 2017.

Grundsätzlich hat der Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) momentan nicht unbedingt eine Glückssträhne: Die Probleme mit dem OP-Zentrum reihen sich nahtlos in die Streitigkeiten mit den KAV-Ärzten, die aufgrund der neuen Dienstzeiten wieder einmal den Aufstand proben - mehr dazu in Ärztekammer für Kampfmaßnahmen.

Außerdem hat es immer wieder Probleme mit dem Krankenhaus Nord gegeben, nun scheinbar auch im Wilhelminenspital: „Derzeit wird von einer möglichen Inbetriebnahme ab Frühjahr 2017 ausgegangen“, zitiert der „Kurier“ am Donnerstag einen KAV-Sprecher. Schuld daran sei das Unternehmen, das den Auftrag für das Objekt erhalten habe, meint man im KAV.

Wilhelminenspital Baustelle
ORF
Die Eröffnung des neuen OP-Zentrums verzögert sich mindestens um ein Jahr

KAV will Pönalen in Millionenhöhe

Die Rede ist u.a. von Baumängeln kurz vor der geplanten Inbetriebnahme (ursprünglich im März 2016 vorgesehen, Anm.) und fehlenden Bewilligungen, für deren Einreichung die Errichterfirma zuständig sei. Insofern will der städtische Krankenhausbetreiber - nicht zuletzt wegen notwendiger Ersatzvornahmen - nun Pönalen in Millionenhöhe geltend machen.

Bei der betreffenden Firma spricht man indes von „Spezifika eines Objekts dieser Größenordnung“. Diese reichten vom Mängelprotokoll bis zur bei mancher Detailfrage unterschiedlichen Auffassung zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer, meinte eine Sprecherin zum „Kurier“. Die Mängelbeseitigung sei fast abgeschlossen. Auswirkungen auf die Patienten werde es keine geben, betonte Thomas Balazs, stellvertretender Generaldirektor des KAV im Radio Wien-Interview.

OP-Baustelle im Wilhelminenspital
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Das Zentrum wird in Containerbauweise errichtet

Interimsgebäude in Containerbauweise

Bei dem OP-Zentrum, das kürzlich auch noch von einem massiven Wasserschaden, den jedoch die Versicherung abdecken soll, heimgesucht wurde, handelt es sich um ein Interimsgebäude in Containerbauweise. Dieses soll für Operationssäle zur Verfügung stehen, bis diese in ein fixes Gebäude ziehen können. Der Mietvertrag läuft bis 2023, er kann jedoch jederzeit verlängert werden. Obsolet wird das Container-OP-Zentrum laut KAV erst, wenn das ganze Wilhelminenspital neu gebaut wird.

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