U4: Weniger Störungen durch neue Weichen

Nach 128 Tagen Bauzeit ist die U4 seit Montag zwischen Hütteldorf und Schönbrunn wieder planmäßig unterwegs. Die neuen Weichen haben sich am Montagabend bewährt: Bei einem Rettungseinsatz wurde ein Bahnsteig gesperrt.

In der Vergangenheit musste bei Störungsfällen der gesamte Betrieb der Linie eingestellt werden. „Wenn ein Zug liegen bleibt, gibt es nun die Möglichkeit, am anderen Gleis alles zu umfahren“, sagte Günter Steinbauer, Geschäftsführer der Wiener Linien, am Montag. Am Abend haben sich die neuen Weichen zum ersten Mal bewährt. In der Station Hietzing hat es einen Rettungseinsatz gegeben. Ein Bahnsteig war gesperrt, die U4 war deswegen eingleisig unterwegs. Früher wäre das nicht möglich gewesen, die U-Bahn hätte nur bis zur betroffenen Station fahren können.

Zahlen zu U4-Bauarbeiten

40.000 Kubikmeter Schotter wurden aus der Trasse gehoben, 16.000 Meter neue Schienen eingebaut. 7.000 Meter Stromschiene sind neu. Insgesamt waren über 400 Bauarbeiter im Einsatz.

Die Sanierung zwischen Hütteldorf und Schönbrunn habe „sehr gut funktioniert“, zog Steinbauer positive Bilanz. In den vergangenen Monaten wurden die Gleisanlagen erneuert und die gesamte Technik auf Vordermann gebracht. Die erste U-Bahn verließ Hütteldorf um 4.52 Uhr. In den vergangenen Tagen wurden die letzten Kabel eingezogen und die Stationen gereinigt. Die vielen Störungen im Fahrbetrieb der U4 sind Geschichte, versprechen die Wiener Linien - mehr dazu in Testfahrt für „neue“ U4.

83 Beschwerden von Fahrgästen

Zufrieden zeigte sich Steinbauer mit der Umsetzung des aufwendigen Vorhabens. In den gesamten vier Monaten habe es in Summe nur 83 Beschwerden von Fahrgästen gegeben. „Das zeigt, dass wir bei der Kommunikation viel richtig gemacht haben“, sagte Steinbauer. Die Fahrgäste, an die die Wiener Linien Montagfrüh zum Dank grüne Äpfel verteilten, seien großteils wie empfohlen großräumig ausgewichen, anstatt lediglich den Zusatzbus zu nutzen.

„Ich bin froh, dass die U4 wieder fährt“, „Super, Gott sei Dank“, „schneller und ruckelfreier“, „wir sind zufrieden, dass wir sie haben“, „es sieht einfach besser aus“, so lauteten Reaktionen von Fahrgästen am ersten Tag nach der Unterbrechung.

U4 wieder auf gesamter Strecke unterwegs

Nach 128 Tagen Bauzeit ist die U4 wieder auf der gesamten Strecke unterwegs. Die Wiener Linien sind zufrieden, die meisten Fahrgäste auch.

Die Bauarbeiten auf der grünen Linie gehen weiter: An den letzten beiden September-Wochenenden ist der Abschnitt zwischen Spittelau und Heiligenstadt gesperrt. Es werden neue Weichen eingebaut. In der Station Stadtpark bleibt der Bahnsteig Richtung Heiligenstadt noch mehrere Monate geschlossen.

Neben der Sanierung der Stationen Roßauer Lände und Friedensbrücke stehen in den nächsten Jahren hauptsächlich Arbeiten hinter den Kulissen an, von denen die Fahrgäste nicht beeinträchtigt würden, sagte Steinbauer. Die geplante Sanierung des U4-Abschnittes zwischen den Stationen Karlsplatz und Längenfeldgasse haben die Wiener Linien bedingt durch die U2-Verlängerung auf 2019 verschoben - mehr dazu in U4-Sanierung: Nächste Teilsperre verschoben.

U6-Station Währinger Straße renoviert

Mit Schulbeginn löst auch der Regelfahrplan den Ferienfahrplan der Wiener Linien wieder ab. Vor allem zur Stoßzeit gelten in der Früh und am Nachmittag wieder dichtere Intervalle. Gute Nachrichten gibt es auch an der U6-Station Währinger Straße. Dort wurde der Bahnsteig Richtung Siebenhirten erneuert. Ab sofort können die Fahrgäste dort wieder wie gewohnt in die U6 einsteigen. Beide Bahnsteige sind wieder über die Eingangshalle zugänglich.

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