Döbling leitet Parkpickerl-Befragung ein

In Döbling werden die ersten Schritte für eine Vorverlegung der Bürgerbefragung zum Parkpickerl eingeleitet. Bezirksvorsteher Adi Tiller (ÖVP) hat eine Sitzung der Verkehrskommission des Bezirks angekündigt.

„Ich habe veranlasst, dass der Vorsitzende der Verkehrskommission für den 14. September einberufen hat und ich bin davon überzeugt das die Damen und Herren Bezirksrätinnen und Bezirksräte, das was ich jetzt miterlebt habe jetzt auch miterlebt haben und dann eben die Befragung vorziehen“, erklärte Tiller gegenüber „Wien heute“.

Nicht nur aus dem Nachbarbezirk Währing kommen nämlich Autofahrerinnen und Autofahrer zum Parken nach Döbling, sondern auch aus dem Nachbarbundesland Niederösterreich und sogar aus dem Ausland. „Ein Drittel der parkenden Kraftfahrzeuge haben keine Wiener Kennzeichen. Pendler stellen in der Nähe von öffentlichen Verkehrsmitteln ihre Autos ab, meiste eine ganze Woche lang“, so Tiller.

Döbling will rasch Parkpickerlbefragung

Nach der Einführung des Parkpickerls in Währing will Döblings Bezirksvorsteher Adi Tiller (ÖVP) jetzt rasch die Bürger befragen.

Druck durch Parkpickerl in Währing

Für Döblinger Autofahrerinnen und Autofahrer gibt es manchmal nur in zweiter Spur oder Garageneinfahrten eine Abstellmöglichkeit. Ausgelöst wurde die Situation durch das Parkpickerl in Währing, das seit Montag gilt - mehr dazu in Parkpickerl-Start setzt Döbling unter Druck.

Das Parkpickerl soll für den ganzen Bezirk gelten, Anrainerzonen seien möglich, so der Bezirksvorsteher. Ausnahmen soll es definitiv bei den Parkplätzen beim Cobenzl, am Kahlenberg und vor dem Krapfenwaldbad. „Da würde das Parken mehr kosten als das Eintrittsgeld, das werden wir nicht zulassen“, so Tiller. Sollte sich bei der Befragung die Mehrheit gegen das Parkpickerl aussprechen, werde er sich an das Ergebnis halten, versprach Tiller.

FPÖ gegen Vorverlegung

Neben der ÖVP sind auch SPÖ und NEOS in Döbling für eine Vorverlegung der Befragung. Anton Mandl (SPÖ), stellvertretender Bezirksvorsteher in Döbling, warf Tiller am Dienstag vor, für die Situation mitverantwortlich zu sein. „Die Leute aus Währing weichen nach Döbling aus, um einen Parkplatz zu finden. Das kommt weder überraschend, noch unerwartet. Döbling ist zum größten Gratis-Parkplatz Wiens geworden“, so Mandl per Aussendung.

Von Bettina Emmerling, Verkehrssprecherin bei NEOS, kam neben der Zustimmung zur Vorverlegung in einer Aussendung auch Kritik: „Jahrelang hätte sich der Bezirk darauf vorbereiten können, jetzt steht man vor einem Dilemma, das schon längst absehbar war. Auch die Stadt Wien hat es bis jetzt verabsäumt, eine Wien-weite Lösung für die Parkraumbewirtschaftung zu finden." Die Grünen im Bezirk wollen das Parkpickerl sowieso.

Nur die FPÖ will abwarten, ob Parkplatz-Flüchtlinge aus Währing vielleicht doch wieder in ihrem Bezirk parken. "Eine voreilige Befragung würde dazu führen, dass die Bürger ihre Entscheidung treffen müssen, bevor die dauerhaften Auswirkungen der neuen Situation ersichtlich sind“, so Dominik Nepp, Bezirksparteiobmann der FPÖ Döbling, in einer Aussendung. Dem erteilte Tiller eine Absage: „Das Abwarten hat insofern keinen Sinn, weil die Änderungen bei der Bürgerentscheidung nicht zu erwarten sind.“

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