Lobautunnel: ASFINAG will Frist einhalten

Die ASFINAG muss bis Freitag Unterlagen zum geplanten S1-Abschnitt mit dem Lobautunnel nachreichen. Dies werde „fristgerecht“ geschehen, kündigte die Autobahngesellschaft an.

Das Bundesverwaltungsgericht prüft in zweiter Instanz den positiven Umweltverträglichkeitsbescheid für den geplanten S1-Abschnitt Schwechat bis Süßenbrunn, wo sich auch der umstrittene Lobautunnel befindet. Die Unterlagen werden rechtzeitig übermittelt, sagte der Leiter der Planung, Thomas Grünstäudl, der APA am Dienstag.

Keine neuen Ergebnisse

Eigentlich hätte die ASFINAG schon bis Mitte April die Dokumente nachreichen müssen, jedoch gewährte das Gericht eine Fristverlängerung bis diesen Freitag. Grund dafür war, dass der gerichtliche Sachverständige unter anderem ein 3-D-Grundwassermodell angefordert hatte, dessen Erstellung laut ASFINAG mehrere Monate dauert.

Wiener Nordostumfahrung mit Lobautunnel
APA/Martin Hirsch

Nun würden die verlangten Pläne und Berichte am Freitag „fristgerecht“ eingereicht werden, so Grünstäudl. Auch das 3-D-Grundwassermodell sei fertig. Die Unterlagen würden keine neuen Ergebnisse beinhalten, sondern vielmehr dem Stand der Technik angepasst sein, wurde unterstrichen.

Keine Alternativmöglichkeiten geprüft

Trotz des Verfahrens laufen die Vorbereitungen für den Autobahn-Bau weiter. So würden derzeit etwa Verhandlungen mit circa 150 Liegenschaftseigentümern für den Abschnitt zwischen Großenzersdorf und Süßenbrunn geführt. „Der Großteil der Einzelgutachten ist fertig“, berichtete Grünstäudl. Einige Verträge gebe es bereits, mit dem Großteil der Besitzer werde noch verhandelt.

Was die im rot-grünen Regierungsübereinkommen festgehaltene Prüfung von Alternativmöglichkeiten betrifft, so betonte der Planungsleiter, dass bisher weder die Stadt noch die Grünen diesbezüglich an die ASFINAG herangetreten seien. Auch Hermann Knoflacher, Verkehrsplaner an der Technischen Universität Wien, hätte bisher keinen Kontakt aufgenommen. Dieser ist von den Grünen beauftragt worden, Alternativen zum Lobautunnel aufzuzeigen.

Baubeginn für 2018 geplant

Für Verwirrung hatte Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) gesorgt, nachdem es zunächst schien, als würde sie ihren Widerstand gegen das Projekt aufgeben. Später relativierte sie ihre Aussagen - mehr dazu in Vassilakou weiter gegen Lobautunnel und Stadtstraße Aspern nur mit Lobautunnel.

Plan der ASFINAG war, mit dem Bau des S1-Abschnitts Schwechat bis Süßenbrunn Ende 2017 und mit dem Bau des Tunnels soll 2018 zu beginnen. Die Fertigstellung des Gesamtprojekt war für 2025 avisiert.

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