Penzing prüft „Rapid-Parkpickerl“

Aufregung gibt es in Penzing um Pläne für ein Parkpickerl rund um das neue Allianz-Stadion. Bei Spielen von Rapid soll nach dem Muster der Stadthalle eine spezielle Kurzparkzone gelten. Anrainer befürchten 30 Euro Mehrkosten.

Zunächst einmal gilt das Parkpickerl in Penzing bereits, allerdings nur von Montag bis Freitag und nur bis 19.00 Uhr. Spielt Rapid im Allianz-Stadion, geschieht dies meistens außerhalb der Parkpickerl-Gültigkeit. Für die Anrainer bedeutet dies, dass es abends oder eben am Wochenende zu massiver Überparkung kommt. Deshalb überlegt der Bezirk, das Parkpickerl zeitlich auszuweiten.

Allerdings, so betont Bezirksvorsteherin Andrea Kalchbrenner (SPÖ), dass es derzeit noch keine bevorzugte Lösung gebe. Der Bezirk prüfe derzeit alle möglichen Varianten, darunter auch Anrainerparken - „Anwohnerinnenparken“: Weniger Strafen. Eine Regelung, wie sie auch rund um das Rapid-Stadion möglich wäre, existiert schon seit 2012 bei der Wiener Stadthalle. Dort gilt das Parkpickerl bis 22.00 Uhr - mehr dazu in Parkpickerl: Schonfrist bis Mittwoch (wien.ORF.at; 30.9.2012).

Rapid Allianz-Stadion
APA/Hans Punz
Bei Rapid-Heimspielen wird es rund ums Stadion nicht nur für Fußgänger eng

Mehrkosten werden befürchtet

Die angedachte Ausweitung sei nur eine von vielen möglichen Lösungen, wird betont. Zusatzkosten für die Hütteldorfer sollen dabei nicht entstehen, sagt Wilhelm Holzgruber (SPÖ), Vorsitzender der Bezirksverkehrskommission. Die „Kronen Zeitung“ berichtet ja am Dienstag, dass das Extrapickerl auch mit 30 Euro mehr zu Buche schlagen könnte.

Opposition strikt gegen Pickerl-Ausweitung

Die ÖVP Penzing sieht in einer Parkpickerl-Lösung analog zur Stadthalle nicht die Lösung des Problems. Vielmehr würde dies zu einer finanziellen Mehrbelastung jener Anrainer führen, die auf das Auto angewiesen seien, so Patrick Osterbauer, Klubobmann der ÖVP Penzing. Betroffene Anrainer sollten in die Planung einbezogen werden, um eine sinnvolle Lösung zu finden, etwa eine Zusammenführung der bestehenden Kurzparkzonen der Wiener Außenbezirke.

Auch die FPÖ verwehrt sich „vehement“ gegen Pläne für eine Parkpickerl-Ausweitung rund um das Allianz-Stadion. FPÖ-Klubobmann Bernhard Loibl erinnerte an eine „langjährige Forderung der FPÖ, die U4 bis nach Auhof auszubauen und dort nicht nur die Fußballfans, sondern überhaupt alle Berufspendler aus dem Westen mit einer Park&Ride-Anlage abzufangen und damit Hütteldorf zu entlasten“. „Dass jetzt auch die ÖVP unsere langjährige Forderung übernimmt, freut uns natürlich“, so Loibl.

NEOS fordert gar eine Bürgerversammlung zur Parkplatzsituation rund um das Weststadion. Wenn dem Bezirk nichts Besseres einfalle, als das Problem über Zusatzgebühren für die Anrainer zu lösen,dann sei das zu wenig, so Wolfgang Gerold, Klubobmann von NEOS Penzing.

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