Neue Post-Zentrale wird im Herbst 2017 bezogen

Die Post bringt allen was - dem Wiener Rochusmarkt ein neues Büro- und Shoppingzentrum: Das Unternehmen errichtet dort bis zum Herbst 2017 seine neue Zentrale, die auch mit einem EKZ aufwarten wird.

Das Großprojekt liegt zeitlich und finanziell im Plan, wie der Generaldirektor der Post AG, Georg Pölzl, am Donnerstag mitteilte. 1.200 Mitarbeiter werden in einem Jahr ins neue Haus übersiedeln.

„Post am Rochus - Mein Marktplatz im 3.“ nennt sich das neue Gebäude, das vorerst noch eine Großbaustelle ist. Das Headquarter der Post AG befindet sich derzeit noch im Landstraßer Bezirksteil Erdberg. An den Interimsstandort war 2011 übersiedelt worden. Damals wurde der einstige Traditionsstandort in der Postgasse in der City aufgegeben.

20 Geschäfte integriert

Die neue Zentrale wird an jener Stelle errichtet, wo zuletzt ein in die Jahre gekommenes Haus der Post bzw. Telekom die Umgebung nicht gerade schmückte. Die alte Immobilie musste weichen. Kommen werden nun „tolle Shopflächen und moderne Büros“, freute sich Pölzl in der heutigen Pressekonferenz. Ein Shoppingcenter mit 5.500 Quadratmeter Nutzfläche und rund 20 Geschäften ist Teil des Konzepts.

Laut einem Vertreter von Ekazent Immobilienmanagement sind unter anderem Merkur, Fehringer Hair oder Backwerk schon fix mit dabei. Gespräche mit weiteren Interessenten laufen, wie es hieß. Die Gastronomiefläche wird rund 600 Quadratmeter umfassen, wobei Segafredo bereits jetzt als ein Cafebetreiber feststeht.

Konkurrenz zu Rochusmarkt?

Wie hoch die Mieten sind, wurde nicht verraten - was auch für die Gesamtkosten des Projekts Rochus-Post gilt. Konzerngeneral Pölzl sprach lediglich von einem „hohen zweistelligen Millionenbetrag“.

Weniger werden sollen jedenfalls, so hofft man, die Sorgen und Ängste. Denn laut Bezirksvorsteher Erich Hohenberger (SPÖ) herrschte bei so manchen Standlern am benachbarten Rochusmarkt Skepsis wegen der neuen Nahversorgungskonkurrenz. Den Händlern habe man jedoch dargelegt, dass das neue Einkaufszentrum die Kundenfrequenz in der Umgebung erhöhe, was auch dem Markt mehr Geschäft bringen könne.

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