NEOS-Chefin Meinl-Reisinger wiedergewählt

NEOS Wien hat am Samstag bei seiner Mitgliederversammlung Landessprecherin Beate Meinl-Reisinger zu 94 Prozent wiedergewählt. Meinl-Reisinger sieht ihre Wiederwahl als „Auftrag“.

In ihrer Dankesrede nahm Meinl-Reisinger das Ergebnis „mit großer Freude und gehöriger Demut“ an. „Ich sehe es nicht nur als Bestätigung, sondern in erster Linie als Auftrag. Es ist der Auftrag, in der wohl entscheidendsten Phase unseres gemeinsamen Projekts NEOS in Wien voranzugehen“, betonte Meinl-Reisinger. „Es war noch nie so wichtig, sich politisch zu engagieren."

Neben der Neuwahl Meinl-Reisingers stand am Vormittag auch die Wahl des Wiener Landesteams am Programm. Gemeinderatsmitglied Markus Ornig wurde als Landessprecherinstellvertreter mit 77 Prozent wiedergewählt. Werner Albeseder wurde mit 97,2 Prozent als Finanzreferent der Landesgruppe gewählt. Claudia Gamon, Andreas Köb, Birgit Cottogni und Christian Moritz wurden als weitere Mitglieder des Landesteams gewählt.

Meinl-Reisinger
ORF
NEOS-Mitgliederversammlung in Wien

Abstimmung über Leitantrag

Grundsätzlich dauert die Funktionsperiode der Landessprecherin drei Jahre. Insofern wäre das Votum erst 2017 nötig gewesen. Die Parteispitze habe aber schon lange im Vorfeld beschlossen, die Wahl um ein Jahr vorzuziehen, um sich nach dem abgeschlossenen Aufbau der Strukturen infolge des Einzugs in den Landtag bzw. Gemeinderat im Oktober 2015 das O. k. der Basis für die weitere Arbeit zu holen.

Abgesehen von Meinl-Reisingers Wiederwahl beschlossen die Pinken einen Leitantrag. Das sechsseitige Papier trägt den selbst erklärenden Titel „Wien geht anders - Verwaltung abspecken und unser Wien fit für die Zukunft machen“. Darin finden sich großteils bekannte Forderungen wie die Halbierungen von Parteiförderung, Stadtparlamentssitzen oder Eigenwerbung. Außerdem will man die Anzahl der Magistratsabteilungen von 60 auf 30 dezimieren bzw. zusammenlegen.

Anti-Wiener-Linien-Kampagne
NEOS Wien

Start für „Abspeck“-Kampagne

Zum Thema Abspecken ist eine „Wien geht anders“-Kampagne online gegangen. Als Vorgeschmack veröffentlichte NEOS am Freitag bereits ein Video auf Facebook, das die aktuelle Hausordnungskampagne der Wiener Linien kritisiert.

Ganz im Guerilla-Marketing-Stil überklebt Meinl-Reisinger darin ein Werbeplakat im öffentlichen Raum. Aus dem Originalslogan „Sie kotzt es an. Wenn du neben ihr dein Bier trinkst.“ wird „Sie kotzt es an. Dass Steuergeld für sinnlose Kampagnen verjuxt wird.“ Adressatin der Kritik ist „Öffi“-Stadträtin Ulli Sima (SPÖ).

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