Mehr Arbeitslose: Wien gegen Bundestrend

In Wien ist die Zahl der arbeitslos vorgemerkten Personen im November entgegen dem Bundestrend gestiegen - um 0,3 Prozent auf 125.295. Auch die Zahl der AMS-Kunden in Schulungen hat sich erhöht.

Der Anteil der arbeitslosen Menschen (im Verhältnis zu jenen Personen, die dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen) sei zum ersten Mal seit „vielen Jahren“ rückläufig, hieß es. Die Quote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 13,2 Prozent.

„Hier kommen zwei Faktoren zusammen, die wir positiv sehen“, betonte Petra Draxl, Leiterin des Arbeitsmarktservice Wien (AMS): „Zum einen gibt es in Wien circa 13.000 Jobs mehr als noch vor einem Jahr, also mehr Beschäftigte. Zum anderen hat sich die Zunahme der Arbeitslosigkeit in jüngster Zeit sehr stark eingebremst.“

Mehr Arbeitlose in Hotellerie und Einzelhandel

In Sachen Joblosigkeit ist die Zahl der Unter-25-jährigen Arbeitslosen im Jahresvergleich um 8,8 Prozent gesunken, die der Betroffenen unter 19 Jahren um 11,2 Prozent. Hingegen gibt es um 4,4 Prozent mehr Arbeitslose über 50 Jahre. Nach wichtigen Branchen betrachtet, ist die Arbeitslosigkeit im Einzelhandel (plus 4,1 Prozent) und in Hotellerie und Gastronomie (plus 5,3 Prozent) gestiegen, in der Warenproduktion und im Bau hingegen gesunken.

TV-Hinweis:

„Wien heute“, 1.12.2016, 19.00 Uhr, ORF2 und danach online unter tvthek.ORF.at.

Positiv bewertete Draxl gegenüber „Wien heute“, dass die Arbeitlosigkeit im Baubereich gesunken ist: „Das hat vielleicht auch mit dem nicht so massiven Wintereinbruch zu tun.“ Offene Stellen gäbe es sowohl im Dienstleistungs- als auch im Gesundheits- und Technikbereich. Sehr schwierig ist weiter aber die Situation für ältere Arbeitnehmer, hier ortete Draxl eine leichte „Stabilisierung“.

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