AMS: „Arbeitslosigkeit wird steigen“

Auch im kommenden Jahr geht das Wiener AMS von einem „weiteren Wachstum der Arbeitslosigkeit“ aus. In Wien gibt es aber auch Branchen, in denen es an Bewerbern mangelt - wie etwa dem Gastgewerbe und in technischen Berufen.

In Wien ist die Zahl der arbeitslos vorgemerkten Personen im November entgegen dem Bundestrend gestiegen - um 0,3 Prozent auf 125.295. Auch die Zahl der AMS-Kunden in Schulungen hat sich erhöht - mehr dazu in Mehr Arbeitslose: Wien gegen Bundestrend.

„Die Prognose für 2017 sagt uns eindeutig ein weiteres Wachsen der Arbeitslosigkeit in Wien und in der Ostregion voraus. Wir sind eingestellt, dass die Arbeitslosigkeit aufgrund des Zuzugs, aufgrund des Arbeitskräfteangebots weiter steigen wird. Wir hoffen aber auch, dass das Wirtschaftswachstum weiter stärker bleibt“, sagt die Wiener AMS-Chefin Petra Draxl.

WenigerArbeitslosigkeit in Österreich

Österreichweit gibt es einen Rückgang bei der Zahl der arbeitslosen Menschen, in Wien einen Anstieg um 0,3 Prozent.

Mehr als 4.500 offene Stellen in Wien

Beim AMS Wien sind derzeit etwas mehr als 4.500 offene Stellen gemeldet. „Wenn wir uns momentan anschauen wo die größten Stellenzugänge sind, ist das bei den Verkäuferinnen, in der Gebäudereinigung, bei Köchinnen, Büro- und Verwaltungsberufen, bei Gesundheitsberufen und in Technikberufen“, sagt Draxl. Zu den Technikberufen zählen neben IT-Fachkräften etwa auch Spengler oder Elektriker.

„Sehr mit überregionaler Vermittlung beschäftigt“

In manchen Bereichen gibt es ein West-Ost-Gefälle. Fast 2.800 offene Stellen als Koch/Köchin weist das Arbeitsmarktservice (AMS) derzeit österreichweit aus - mit über 1.600 mehr als die Hälfte in den westlichen Ländern Vorarlberg, Salzburg und Tirol, wo die Betriebe zum Beginn der Skisaison zum Teil noch händeringend nach Personal suchen - mehr dazu in news.ORF.at.

„Wir sind momentan sehr mit der überregionalen Vermittlung beschäftigt. Die Grundfrage von Wohnen und Familie spielt hier aber eine Rolle“, sagt Draxl. Druck könne das AMS nur bedingt ausüben. „Wir haben hier unsere Regeln. Wenn Menschen alleinstehend und arbeitslos sind und dort eine Wohnmöglichkeit haben, haben wir die Möglichkeit, dass sich Menschen die Stelle verpflichtend anschauen müssen“. Letztlich gehe es aber stark darum Chancen aufzuzeigen.

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