U-Bahn-Züge fuhren aufeinander

Zwei Züge der U-Bahn-Linie U4 sind am Freitag in einer Station in Wien-Hietzing aufeinandergefahren. Verletzt wurde niemand, es gab aber große Verzögerungen im Frühverkehr. Die Unfallursache ist noch unklar.

Gegen 8.45 Uhr fuhr ein Zug mit einer Geschwindigkeit von fünf km/h in der Station Braunschweiggasse auf die vordere Garnitur auf. Zwischen Hütteldorf und Hietzing wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Gegen 10.00 Uhr nahm die U4 wieder den durchgehenden Betrieb auf. Wie es zu dem Unfall kam, werde nun geprüft, sagte Daniel Amann, Sprecher der Wiener Linien.

U-Bahn-Züge fuhren in Wien aufeinander
Wiener Linien
Die Züge nach dem Aufprall in der Station

„Es gibt das Linien-Zugsbeeinflussungssystem. Eigentlich sollte zwischen den Zügen ein gewisser Mindestabstand sichergestellt werden. Ansonsten sollte das System bremsen“, sagte Amann. Die Untersuchung des Auffahrunfalls werde zumindest noch über das Wochenende andauern.

Monatelange Sperre der U4-Strecke

Die Station Braunschweiggasse liegt auf der U4-Strecke in jenem Bereich, der in diesem Jahr wegen Bauarbeiten mehrere Monate gesperrt war. Zwischen Hütteldorf und Schönbrunn wurden die Gleisanlagen erneuert und die gesamte Technik erneuert. Anfang September nahm die U4 wieder den vollständigen Betrieb auf - mehr dazu in U4: Weniger Störungen durch neue Weichen.

Die Arbeiten in diesem Jahr waren aber nur ein Teil des Großprojekts U4-Sanierung. In den nächsten beiden Jahren wird es dabei mehr um den nördlichen Teil gehen. 2019 soll der Bereich zwischen Längenfeldgasse und Karlsplatz betroffen sein - mehr dazu in U4-Sanierung erst zu einem Viertel erledigt.

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