Schönbrunn wappnet sich gegen Vogelgrippe

Angesichts der Vogelgrippe hat der Tiergarten Schönbrunn routinemäßig Vorsichtsmaßnahmen getroffen. Für die Krauskopfpelikane wurde etwa ein eigenes Schutzzelt errichtet, zudem wurden Desinfektionsmatten aufgelegt.

Vor allem für jene Vogelarten, die Freianlagen mit Teichen haben, an denen sich gerne Wildvögel wie Kormorane, Graureiher oder Möwen aufhalten, werden Maßnahmen getroffen. Am aufwendigsten ist der Schutz der Krauskopfpelikane. „Da unsere Pelikane das ganze Jahr über im Freien leben, haben sie kein geeignetes Winterquartier, in das wir sie nun bringen könnten. Deshalb haben wir ein großes Zelt errichten lassen, in dem die Tiere vor Wildvögeln geschützt sind“, berichtete Zootierarzt Thomas Voracek.

Zelt für Pelikane
Tiergarten Schönbrunn/Norbert Potensky
In dieses Zelt mussten die Pelikane nun temporär einziehen

Flamingos müssen vorzeitig in Winterquartier

Die Vorkehrungen werden in Abstimmung mit der MA 60, dem Veterinäramt der Stadt Wien, getroffen. Der Großteil der Vögel des Tierparks lebe jedoch ohnehin in Häusern oder geschlossenen Volieren, wo kein Kontakt mit Wildvögeln möglich sei, so Voracek.

Damit in diesen Fällen nicht über Schuhe das H5N8-Virus hineingetragen werden kann, ist die Waldrappvoliere derzeit geschlossen, hieß es in einer Aussendung am Mittwoch. Vor die Eingänge des Vogelhauses, Regenwaldhauses und Wüstenhauses werden Desinfektionsmatten gelegt. Im Stall bleiben müssen vorerst die Hühner. Auch die Flamingos befinden sich etwas früher als sonst bereits in ihren Winterquartieren. Für die Besucher sind sie aber auch dort zu sehen.

Flamingos in Winterquartier
Tiergarten Schönbrunn/Norbert Potensky
Die Flamingos mussten früher als sonst in ihr Winterquartier umziehen

Vier Vogelgrippe-Fälle in deutschen Zoos

Einige der Vogelarten im Tiergarten sind hoch bedroht, umso wichtiger ist ihr Schutz, so der Tiergarten. Der Zoo liegt aber fernab der nach den bisher aufgetretenen Fällen eingerichteten Schutzzonen, die sich vor allem im Westen Österreichs befinden. In Deutschland wurden hingegen bereits vier Ausbrüche in Zoos registriert.

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