Handyautomaten für U-Bahn-Stationen

Statt der Telefonzellen sind in sechs U-Bahn-Stationen nun Automaten eingebaut worden - allerdings nicht für Fahrscheine oder Snacks, sondern für Handys und Zubehör. Heuer sollen 30 weitere Handyautomaten folgen.

Schnell mal ein Handy beim Automaten runterlassen? Das ist jetzt in den Wiener U-Bahn-Stationen möglich. Für 30 Euro gibt es etwa ein Samsung-Smartphone oder ein Nokia-Handy zu kaufen. Dahinter steckt die Idee einer Firma, gewöhnliche Getränke- und Snackautomaten mit Handys und Zubehör zu befüllen.

Akku im Vorbeigehen kaufen

„Wie oft hat man sich gefragt, mein Akku ist leer, wo bekomm ich jetzt ein Ladegerät oder ein Akku-Pack her. Oder man ist auf dem Weg und hat seine Kopfhörer vergessen“, so Daniel Neuwirth, Assistent der Geschäftsführung bei MobiNil.

Handyautomaten
ORF/Florian Kobler
Snackautomaten als Handyautomaten

Leben ohne Handy „nicht vorstellbar“

Das Smartphone wurde zum unverzichtbaren Begleiter im Großstadtdschungel. Zahlreiche „Öffi“-Nutzer vertreiben sich die Fahrzeit mit ihrem Smartphone. Neuwirth: „Das Handy ersetzt einfach viel: einen Kalender, einen Fotoapparat, man kann sich ein Leben heutzutage ohne Handy gar nicht mehr vorstellen. Das Handy sollte auf jeden Fall immer Akku haben in der heutigen Zeit.“

Wer braucht Handyautomaten?

Die Handy-Automaten in Wien stehen meist dort, wo früher einmal Telefonzellen in U-Bahn-Stationen zu finden waren.

Selfiesticks für Touristen

Am meisten werden daher bei den Automaten mobile Zusatzakkus und Selfiesticks gekauft. Bei Touristen sind Reiseadapter beliebt. Ein Vorteil der Automaten ist, dass bei ihnen rund um die Uhr eingekauft werden kann. Laut Betreiber läuft das Geschäft so gut, dass die Handyautomaten täglich gewartet und aufgefüllt werden müssen. 2017 soll das Angebot ausweitet werden - mit weiteren 30 Automaten an zusätzlichen Standorten.

Telefonzelle in U-Bahn-Station
ORF
Statt der Telefonzellennischen werden Handyautomaten eingebaut

Automaten ersetzen Telefonzellen

Wie viel die Firma derzeit Miete pro Standort bezahlt, wird nicht kommuniziert. Bisher wurden die Automaten laut Wiener Linien an ehemaligen Telefonzellenstandorten der Telekom in den Stationen Volkstheater, Zieglergasse, Neubaugasse, Landstraße, Stephansplatz und Schwedenplatz aufgestellt.

„In vielen U-Bahn-Stationen gibt und gab es Telefonzellen. Die Nutzung dieser ist dadurch, dass heutzutage jeder ein Handy besitzt, stark zurückgegangen. Sie werden kaum mehr verwendet“, so Wiener-Linien-Sprecher Daniel Amann. „Diese frei werdenden Räume werden jetzt genutzt, zum Beispiel durch Automaten für Handyzubehör, Verpflegungsautomaten oder auch Bankomaten.“

Florian Kobler, wien.ORF.at

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