„Wien steht an der Seite Berlins“

Die Wiener Stadtregierung hat nach dem Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin ihre Solidarität mit der deutschen Hauptstadt bekundet. Dem Berliner Bürgermeister habe man auch Unterstützung angeboten.

„Berlin ist ja die Fortsetzung einer Reihe von entsetzlichen Ereignissen: Paris, Nizza, Brüssel“, sagte Häupl in seiner Reaktion gegenüber Wien heute.

Michael Häupl
ORF
Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ)

Eindringlich appellierte er an die Wiener Bevölkerung, sich nicht dem Terror unterzuordnen. Er sehe weit und breit keinen Anlass, „von unseren Traditionen unseren Gewohnheiten unserem Fest Abstriche zu machen“. Man dürfe sich nicht unterkriegen lassen. Häupl: „Wir sollen uns nicht fürchten. Wachsam sein, keine Frage, aber nicht fürchten, das ist das, was sie wollen.“

Für Wien gibt es keine besondere Warnung. An ihn sei nichts derartiges gelangt, sagte Häupl weiter. Auch was er von Innenminister höre, gebe es derzeit keinen vertieften Grund zur Sorge - außer dem, was man in Europa, üblicherweise kann man ja schon entsetzlicherweise sagen, an Bedrohung existieren hat. Häupl wiederholte, man dürfe sich nicht fürchten. Das sei das, was die Terroristen erreichen wollten

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Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ)

Friede und Freiheit nicht in Frage zu stellen

Bereits zuvor hatte Häupl gemeinsam mit Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou von den Grünen Berlin der Solidarität Wiens versichert: „Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind jetzt bei den Opfern und ihren Angehörigen. Berlin kann sich der Wiener Solidarität in dieser schwierigen Situation sicher sein.“

„Diese grausame Tat ist aufs Schärfste zu verurteilen. Das Ziel solcher Taten ist uns allen Angst zu machen. Die einzige Antwort darauf ist, dass wir unser Leben weiter so leben, wie wir es wollen“, so Häupl und Vassilakou. Friede und Freiheit seien die wichtigsten Säulen unserer Gesellschaft. Auch angesichts dieser grausamen Tat dürften sie niemals in Frage gestellt werden.

Polizei spricht erstmals von Terrorverdacht

Nach der Todesfahrt eines Lkw auf einem Berliner Weihnachtsmarkt spricht die Polizei nun erstmals von dem Verdacht auf einen Terroranschlag. „Alle polizeilichen Maßnahmen zu dem vermutlich terroristischen Anschlag am Breitscheidplatz laufen mit Hochdruck und der nötigen Sorgfalt“, twitterte die Polizei am Dienstag - mehr dazu in news.ORF.at.

Mehr Polizei an neuralgischen Punkten in der Stadt und der Appell, sich von Terror nicht in seinen Lebensgewohnheiten einschränken zu lassen: Das sind einige der Konsequenzen für Wien nach dem Terroranschlag in Berlin am Montag - mehr dazu in Mehr Polizei auf Christkindlmärkten.

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