Wien Energie: E-Mobilität als Zukunftshoffnung

Elektromobilität und Digitalisierung sind zwei Bereiche, in die sich Wien Energie künftig noch mehr engagieren möchte. In den ersten drei Quartalen konnten Gewinn und Umsatz gesteigert sowie deutlich mehr Strom erzeugt werden.

Bis Jahresende werde Wien Energie über 440 eigene Ladepunkte verfügen. Im kommenden Jahr könnten es mit dem eigenen Ausbauprogramm bis zu 600 werden. E-Mobilität sei ein wichtiges Thema, so Wien-Energie-Chef Michael Strebl. In Wien kämen 40 Prozent der CO2-Emissionen aus dem motorisierten Verkehr - mehr dazu in Ausbau von E-Tankstellen-Netz startet.

Zur Erreichung des CO2-Ziels müsse man auch eine Mobilitätswende schaffen. In städtischen Bereichen stehe das Auto die meiste Zeit, wichtig seien daher Ladepunkte beispielsweise bei Park & Ride Stationen und Unternehmen. Schnellladen sei ein wichtiges Thema bei Transitstrecken.

Elektroauto
APA/dpa-Zentralbild/Jan Woitas
Bis zu 600 Ladepunkte in ganz Wien

Bürgerbeteiligung und „HausMaster“

Ein wichtiger Punkt bleiben für Wien Energie die Bürgerbeteiligungsmodelle, bekräftigte Strebl. Verstärkt werde die Kooperation mit Start-ups. Im Spätherbst hat die Wien Energie einen Innovationswettbewerb initiiert, bei dem sich 180 Start-ups aus ganz Europa, den USA, Südafrika, Israel und Russland beworben haben, um 2017 gemeinsam mit der Wien Energie neue Dienstleistungen und Produkte zu entwickeln, etwa in den Bereichen Energieeffizienz, E-Mobilität oder Gebäudemanagement - mehr dazu in Wien Energie: Neue Bürgerbeteiligungsmodelle.

Gestartet ist die Wien Energie im Oktober mit dem Selbstversorgerprodukt „HausMaster“ mit einer Basisversion für Hausbesitzer, die in den nächsten Monaten um weitere Produktfeatures und Smart-Home-Komponenten ergänzt werden soll. Dabei sei erstmals in Österreich ein Komplettlösung entwickelt worden, die Kunden dabei unterstützt, selbst Strom zu erzeugen, zu speichern und intelligent zu nutzen. Für das kommende Jahr geplant sind auch Lösungen für Wohnungskunden.

Um 14 Prozent mehr Strom erzeugt

Die Stromerzeugung der Wien Energie ist in den ersten neun Monaten um 14 Prozent auf 3.627 Gigawattstunden (GWh) gestiegen. Gründe dafür waren der verstärkte Einsatz der Gaskraftwerke, der Vollbetrieb der Müllverbrennungsanlage Spittelau sowie eine höheren Auslastung der Wasser-, Wind- und Solarkraftwerke und des Biomassekraftwerks Simmering.

Der Erneuerbaren-Anteil sei dabei mit 26 Prozent leicht über dem Niveau des Vorjahreszeitraums gelegen, so Geschäftsführer Karl Gruber. Die Gaskraftwerke seien vor allem aus Marktsicht wieder öfter im Einsatz. Das Ziel, bis 2020 rund 460 Mio. Euro für erneuerbare Energielösungen zu investieren, bleibe aufrecht, so Strebl.

Umsatz auf 1,45 Mrd. Euro gestiegen

Der Konzernumsatz stieg in den ersten neun Monaten um 12,8 Prozent auf 1,45 Mrd. Euro. Bei den Stromerlösen gab es wegen Konsolidierungseffekten aus der EnergieAllianz ein Plus von 54,8 Prozent auf 1 Milliarde Euro. Der Konzernjahresüberschuss legte um 14,1 Prozent auf 105,9 Mio. Euro zu, das Vorsteuerergebnis um 15,6 Prozent auf 107,9 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis ging im 1,6 Prozent auf 97,3 Mio. Euro zurück.

Der Energieabsatz der Wien Energie sank um 3 Prozent auf rund 14.850 GWh. Dabei gab es bei Wärme einen leichten Zuwachs (+1 Prozent auf 3.893 GWh). Bei Strom gab es einen Rückgang um 2 Prozent auf 6.830 GWh. Der Gasabsatz sank vor allem wegen des wärmeren Winters (minus 8 Prozent auf 4.127 GWh). Die Wärmeproduktion stieg um 2 Prozent auf 3.348 GWh. Die Wärmemengen hätten sich erhöht, weil man in diesem Bereich wachse, so die Wien Energie.

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