Falschparker bremsen sechsmal pro Tag Öffis aus

Rund sechsmal täglich sind Straßenbahnen und Autobusse in Wien von falsch geparkten Fahrzeugen an der Weiterfahrt gehindert. 2016 verzeichneten die Wiener Linien insgesamt fast 2.300 Falschparker.

„Ein Ärgernis sind falsch geparkte Fahrzeuge nicht nur für die Wiener Linien, sondern vor allem für die Fahrgäste. Binnen kurzer Zeit sind oft tausende Fahrgäste von Fahrtbehinderungen, längeren Wartezeiten, Umleitungen oder Kurzführungen betroffen. Die Behebung der Störung dauert mitunter bis zu 40 Minuten“, sagt Wiener Linien-Sprecher Michael Unger. In mehr als 650 Fällen mussten im Vorjahr Fahrzeuge abgeschleppt werden, teilten die Wiener Linien mit. 2015 störten fast 2.200 Falschparker den Betrieb, 2010 waren es noch 3.600.

Falsch parkendes Auto behindert Straßenbahn
ORF
Rund sechsmal täglich Probleme wegen Falschparkern

Test mit elektronischen Hinweistafeln

Bereits wenige Zentimeter, die ein Auto zu nahe am Gleis parkt, können ausreichen, um eine Straßenbahn an der Weiterfahrt zu hindern. Als Grundregel gilt laut Wiener Linien: „Die Betonplatten, auf denen die Gleise liegen, müssen beim Parken frei bleiben.“

Ein „Falschparker-Hotspot“ konnte im Herbst laut Unger in Währing durch ein Halte- und Parkverbot in einem Bereich der Kreuzgasse entschärft werden. Die Linien 9 und 42 würden in diesem Streckenabschnitt nun zügiger vorankommen.

Noch bis ins Frühjahr läuft ein Test mit elektronischen Hinweistafeln in der Döblinger Hauptstraße. Autofahrer werden mittels Hinweistafeln darauf aufmerksam gemacht, wenn sie zu nahe an den Gleisen parken - mehr dazu in Neues „Öffi“-Warnsystem gegen Falschparker.

Neues „Öffi“-Warnsystem gegen Falschparker
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Wiener Linien testen Hinweistafeln gegen Falschparker

Falschparken kann einige hundert Euro kosten

Neben der Döblinger Hauptstraße (Linie 37) sind laut Wiener Linien auch die Linie 5 im Bereich Kaiserstraße/Blindengasse sowie die Linien 40 und 41 in der Währinger Straße, die Linie 42 (Kreuzgasse) sowie die Linie 60 (Geßlgasse) besonders von Falschparkern betroffen.

Auf Falschparker können erhebliche Kosten zukommen. Neben einer Verwaltungsstrafe sind auch Kosten für den Einsatz von Feuerwehr oder Abschleppdienst vom Verursacher selbst zu tragen. Hinzu kommen die Kosten der Überstunden des Personals. Insgesamt können sich die Kosten rasch auf einige hundert Euro belaufen. Die Strafen für Falschparker wurden zuletzt erhöht - mehr dazu in Falschparker zahlen mehr für Abtransport.

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