Lagerfeld krönt Opernball-Debütantinnen

Ob er persönlich am Opernball 2017 teilnehmen wird, steht trotz Einladung noch nicht fest. Sicher mit dabei ist die von Designer Karl Lagerfeld für die Debütantinnen gestaltete Tiara. Das Schmuckstück wurde am Freitag präsentiert.

„Es war mein großer Traum, dass 2017 das Opernball-Diadem von einem internationalen Topdesigner gestaltet wird“, sagte Organisatorin Maria Großbauer. Die Zusage von Lagerfeld sei „binnen Sekunden“ gefallen, betonte Pier Paolo Righi, CEO von Karl Lagerfeld. Das Design ist vom traditionellen Eröffnungswalzer des Opernballs, dem Donauwalzer, inspiriert, der im Februar seinen 150. Geburtstag feiert.

„Die Tiara ist meine Vision von der Krönung der Donau. Das saphirfarbene Band ist eine Reminiszenz an ‚Le beau Danube bleu‘, an die ‚Schöne blaue Donau‘“, ließ Lagerfeld in einem Statement wissen.

394 Glaskristalle und fünf Kristallperlen

Die Tiara vereint laut Beschreibung klassische und moderne Elemente: „394 klare und saphirblaue Swarovski-Kristalle sowie fünf Swarovski-Kristallperlen wurden mit kunstvoller Sorgfalt gesetzt und verkörpern die für Karl Lagerfeld charakteristische zeitlose Eleganz.“ Großbauer unterstrich: „Besonders reizvoll finde ich, dass Karl Lagerfelds vollendete Kreation von der ‚Schönen blauen Donau‘ inspiriert ist.“

Das Traditionsunternehmen Swarovski unterstützt seit 1956 den Wiener Opernball. „Das ist eine große Ehre für uns“, sagte Markus Langes-Swarovski. Über die Kosten für die heurigen Krönchen wollte er aber keine Angaben machen. Der Abend sei für die Debütantinnen aber sowieso „unbezahlbar“. Auch die genaue Stückzahl ist nicht bekannt. „Wir haben genügend“, versicherte Großbauer.

Zeichen für höchst niveauvolles Fest der Künste

„Das ist wahrlich die Krönung unserer Zusammenarbeit mit Swarovski - und es ist ein weiteres positives, internationales Signal des Wiener Opernballs als höchst niveauvolles Fest der Künste“, freute sich auch Dominique Meyer, Direktor der Wiener Staatsoper. Mit dem in Paris lebenden Designer sei auch eine Brücke zwischen seinem Heimatland Frankreich und seiner derzeitigen Wahlheimat Österreich gelungen. Auch wenn diese „nicht immer treu“ sei - mehr dazu in Roscic wird Staatsoperndirektor.

Über andere Neuerungen am Ball wollten die Organisatoren vor der offiziellen Pressekonferenz am 23. Jänner nichts verraten. Nur so viel: Tiaras werden sich nicht nur auf den Köpfen der Debütantinnen, sondern auch in einer Ausstellung finden, in der Opernball-Krönchen der Vergangenheit gezeigt werden.

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