Hochstraße Inzersdorf: Halbzeit bei Abriss

Sie ist eine der spektakulärsten Baustellen von Wien: Die Hochstraße Inzersdorf auf der Tangente. Die Stelzenautobahn muss komplett abgerissen werden - nun ist man bei der Hälfte angekommen.

Die Abbrucharbeiten laufen bereits seit dem Frühjahr 2015. Für die Arbeiten über befahrenen Straßen wird der Verkehr umgeleitet - deshalb muss es schnell gehen. Zum Einsatz kommen zum Beispiel Baggerscheren. „Es wird Teilchen für Teilchen aus der Brücke herausgezwickt“, erzählte ASFINAG-Projektleiter Thomas Kozakow bei einem Medientermin am Freitag. „Und es wird der Beton vom Stahl, der ja auch in der Brücke drinnen ist, gleich vor Ort dann getrennt.“

Aber nicht überall können einfach die Bagger auffahren. An heiklen Stellen wird die Brücke in Teile geschnitten, ein Kran hebt diese dann vorsichtig hinunter. Dort werden sie weiter zerkleinert: „Der Vorteil dieser Methode ist, dass wir weniger Erschütterungen in die Brücke hinein bekommen. Das machen wir vor allem dort, wo wir die abzubrechenden Teile von der bestehenden Brücke trennen“, erklärte Kozakow.

Spektakulärer Abriss der Hochstraße Inzersdorf

Die Hochstraße Inzersdorf auf der Tangente wird komplett saniert. Am Samstag standen spektakuläre Abrissarbeiten auf dem Plan.

Sperren bis Montagfrüh

Die Hochstraße stammt aus dem Jahr 1970. Derzeit fahren täglich fast 150.000 Autos über die Stelzenautobahn - dreimal mehr als ursprünglich gedacht. Deshalb hat sich die ASFINAG entschieden, den Tangentenausläufer komplett neu zu bauen. Statt den Stelzen wird ein Teil Damm und ein Teil Brücke.

Parallel zum Abbruch wächst die neue Autobahn, im August 2018 soll sie fertig sein. Rund 131 Millionen Euro kostet das Projekt - laut ASFINAG liegt man sowohl bei der Zeit als auch bei den Kosten im Plan. Wegen der aktuellen Bauarbeiten sind noch bis Montag 5.00 Uhr die Abfahrt Inzersdorf in beide Richtungen und die Auffahrt Altmannsdorf in Richtung Kaisermühlen gesperrt.

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