Stadt fördert Transportfahrräder

Wer die Anschaffung eines Transportfahrrads überlegt, soll in Wien demnächst finanzielle Unterstützung von der Stadt bekommen. Ab März bietet die Stadt Wien eine Förderung bis zu 1.000 Euro für den Kauf.

Etwa 400 Transportfahrräder sind derzeit in Wien unterwegs, schätzt die Wiener Mobilitätsagentur. Auf die Käufer kommen dabei hohe Kosten zu: Angefangen bei 1.600 Euro kann der Preis bis auf 6.000 Euro steigen, wenn die Räder mit Elektroantrieb ausgestattet sind.

Transportfahrrad
APA/dpa/Stephanie Pilick
Lastenräder statt Lastwagen

Maximal 50 Prozent des Kaufpreises

Besonders junge Familien und Kleinunternehmen in den inneren Bezirken hätten häufig keinen Bedarf an Autos, so Daniel Böhm von der Mobilitätsagentur gegenüber wien.ORF.at. Um ihnen die Anschaffung eines Lastenfahrrads zu erleichtern, steuert die Stadt ab März bis zu 800 Euro bei und bis zu 1.000 Euro, wenn das Fahrrad Elektrounterstützung hat.

Maximal sollen bis zu 50 Prozent des Kaufpreises refundiert werden, die Förderung soll nur für neu gekaufte Transportfahrräder gelten. Für die Fahrräder gilt eine zweijährige Behaltepflicht. Der Förderantrag muss innerhalb von drei Monaten nach dem Kauf gestellt werden. Laut einer Studie des Deutschen Zentrums für Raum- und Luftfahrt könnten in Städten bis zu 23 Prozent der täglichen Lkw-Fahrten durch Lastenräder ersetzt werden.

Regelmäßige Anfragen

Der Bedarf sei auch in Wien durchaus gegeben, so Böhm. Es habe in den letzten Jahren regelmäßige Anfragen gegeben. Die Fördersumme ist derzeit auf voraussichtlich 200.000 Euro begrenzt. Für „Grätzeltransporträder“ soll es eine hundertprozentige Förderung geben. Besitzer solcher Räder verpflichten sich, sie der Bevölkerung gratis zur Verfügung zu stellen und in eine Buchungsplattform einzutragen.

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