Opernball sorgt für Ringsperre

Der Opernball wird auch heuer wieder Verzögerungen und Umleitungen im Straßenverkehr und bei öffentlichen Verkehrsmitteln verursachen. Zusätzlich könnte die Opernballdemo für weitere Sperren und Stehzeiten sorgen, warnen Autofahrerclubs.

Der 61. Opernball in der Wiener Staatsoper geht am Donnerstag über die Bühne: Die Besucher des Balls werden über die Ringstraße zufahren, wo der Rote Teppich ausgelegt sein wird. Die Ringstraße wird deshalb gesperrt und von 20.00 bis 23.00 Uhr für den normalen Fahrzeugverkehr nicht passierbar sein. Dasselbe gilt für die Kärntner Straße. Die Sperren treffen nicht nur den Pkw-Verkehr, sondern auch die öffentlichen Verkehrsmittel.

Mehrere Straßenbahn- und Buslinien werden aufgrund des Opernballs ab 19.00 Uhr umgeleitet oder kurzgeführt. Die Linie 1 wird über Stubenring und Julius-Raab-Platz umgeleitet, während die Linie 2 ab der Station Rathaus über Schottenring und Schwedenplatz fahren wird. Die Linie D fährt in beiden Richtungen über den Franz-Josefs-Kai, die Linie 71 bewegt sich nur zwischen Schwarzenbergplatz und Zentralfriedhof. Nur zwischen Bärenmühldurchgang und Bahnhof Meidling fährt die Linie 59A.

Vorfahrt der Ballgäste vor der Oper
APA/Herbert P. Oczeret
Die Ringstraße und die Kärntnerstraße werden in der Ballnacht gesperrt sein

Demo beginnt auf Hütteldorfer Straße

Nach über zehn Jahren soll es beim Opernball wieder eine Demonstration von erwähnenswerter Größe geben. Während die Opernballdemo bis Anfang der 2000er Jahre beinahe jährlich für Aufregung und Ausschreitungen sorgte, wurde in den letzten Jahren vorrangig der rechte Akademikerball von Antifa-Gruppierungen als Protestplattform genutzt - mehr dazu in Opernballdemo als sozialer Protest.

Polizisten Transparent Demonstranten
APA/Herbert P. Oczeret
Bei der „Minidemo“ 2016 hielt sich das Chaos in Grenzen

Die Besucher der Demo werden sich gegen 16.30 Uhr im Bereich Hütteldorfer Straße und Johnstraße sammeln. Der Abmarsch soll um 18.30 Uhr erfolgen. Die geplante Strecke verläuft über die Hütteldorfer Straße, die Huglgasse und die Märzstraße sowie Löhrgasse. Über die Felberstraße soll es weiter auf den Äußeren Neubaugürtel und die Innere Mariahilfer Straße zum Platz der Menschenrechte vor dem MuseumsQuartier gehen. Ein Ende der Demo steht derzeit nicht fest.

Verkehrsexperten empfehlen: U-Bahn fahren

ARBÖ-Verkehrsexperte Thomas Haider rechnet mit starken Verzögerungen: „Im Zuge des Abendverkehrs erwarten wir erhebliche Staus und Verzögerungen. Immerhin sind mit der Felberstraße und der Hütteldorfer Straße zwei Hauptverkehrsrouten im 15. Bezirk betroffen." Der ARBÖ rät Autofahrern, die betroffenen Straßen großräumig zu umfahren. Auch die Straßenbahnlinien 5, 9, 49, 52 und 58 werden wohl einige Male stillstehen.

Opernball
ORF
Einige U-Bahnaufgänge sind für den Opernball gesperrt

1989 war das Motto der Opernballdemo ebenfalls „Eat the rich!“ Während damals allerdings Tausende an der Demo teilnahmen und der Polizei eine kleine Straßenschlacht lieferten, schätzen die Veranstalter von der Kommunistischen Jugend Österreich (KJÖ) die Teilnehmerzahl für den Donnerstag auf 500 Personen. Um dem großen Verkehrschaos in der City zu entgehen, empfehlen sowohl ARBÖ als auch ÖAMTC folgendes Patentrezept: mit der U-Bahn fahren.

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