KAV-Neuorganisation soll Ende Mai feststehen

Bis Ende Mai soll feststehen, wie es mit dem Wiener Krankenanstaltenverbund weiter geht. Der Chefposten von Ex-Generaldirektor Udo Janßen wird neu ausgeschrieben. Laut Stadt soll der KAV nicht privatisiert werden.

„Bis Ende Mai sollten wir uns auf die neue Organisationsform geeinigt haben“, skizzierte Gesundheitsstadträtin Sandra Frauenberger am Donnerstag bei der SPÖ-Klubtagung den Zeitplan. Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) gibt in seiner Rede auf der Klubtagung keine genaue Stellungnahme zum Thema KAV ab - mehr dazu in Häupl mit leiser Mahnung an Kritiker.

Das Konzept, das alle möglichen Varianten auf Machbarkeit abklopft und die jeweiligen rechtlichen Auswirkungen auf das Personal beinhaltet, liege nun vor. Diese Grundlage müsse jetzt politisch bewertet werden, wobei man sich nicht nur parteiintern, sondern auch mit dem grünen Koalitionspartner und der Personalvertretung einigen muss.

Keine Privatisierung

Frauenberger betonte einmal mehr, dass der städtische Spitalsbetreiber keinesfalls aus dem Eigentum der Stadt Wien herausgelöst - also privatisiert - werde. Es gehe vielmehr darum, eine rechtliche Form zu finden, die dem KAV Eigenverantwortung in personeller und finanzieller Hinsicht ermöglicht.

Die Ressortchefin bekräftigte außerdem, dass man wieder Vertrauen zu den Mitarbeitern aufbauen müsse. Dieses hatte die Stadt zuletzt nicht mehr zum KAV-Generaldirektor Udo Janßen. Am Montag trennte sich das Rathaus mit sofortiger Wirkung von ihm. Mehr dazu in Janßen-Abgang: Genugtuung und Forderungen.

Udo Janßen
APA/Hans Punz
Die Stadt trennte sich am Montag, mit sofortiger Wirkung von KAV-Generaldirektor Udo Janßen

Posten wird nun ausgeschrieben

Der Lösung müssen noch die gemeinderätliche Personalkommission sowie der zuständige Gemeinderatsausschuss zustimmen, berichtete ein Sprecher der Magistratsdirektion am Mittwoch. Die beiden Gremien werden am 19. April tagen. Hätte der scheidende KAV-Chef auf Gehaltsfortzahlung bzw. Vertragserfüllung bestanden, wäre der ihm zustehende Betrag mehr als doppelt so hoch gewesen, hieß es.

Janßen hatte einen Vertrag bis 2019. Der Chefposten im städtischen Spitalskonzern wird nun neu ausgeschrieben. Wann dies der Fall sein wird, ist aber noch offen. Laut Magistratsdirektion soll zunächst über die neue Organisationsform des KAV entschieden werden - mehr dazu in Scharfe Kritik an Deal mit Janßen.

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