Heuer kein „Kino unter Sternen“

Wiener Freiluft-Cineasten müssen heuer mit einer Location weniger auskommen: Die Organisatoren von „Kino unter Sternen“ auf dem Karlsplatz haben sich entschlossen, das Gratisfestival diesen Sommer abzusagen.

Kuratorin Judith Wieser-Huber begründete den Schritt am Freitag mit der seitens der Stadt Wien im Herbst 2016 geänderten Festival-Förderung. Diese Änderung habe zur Folge, dass man erst Ende April über die Höhe der diesjährigen Subvention verständigt werde.

Open-Air-Kino vor Karlskirche
Joana Pianka
Das „Kino unter Sternen“ übersiedelte 2009 auf den Karlsplatz

Da wohl „gießkannenartig“ verteilt werde, „müssen wir damit rechnen, gekürzt zu werden“, mutmaßt Huber. Somit könne man weder zeitgerecht planen noch sehe man eine Möglichkeit, Geld einzusparen und gleichzeitig die Qualität zu halten. Ein endgültiges Aus für „Kino unter Sternen“ bedeute das aber nicht. Man werde sich die Situation im nächsten Jahr erneut anschauen, so die Veranstalter.

20-Jahres-Jubiläum im Vorjahr

Das „Kino unter Sternen“ ist eines der ältesten Freiluftkinos Wiens. Im Vorjahr feierte es sein 20-jähriges Bestehen. In den vergangenen zwei Jahrzehnten gab es einige Veränderungen. 2009 wanderte die Veranstaltung von der Schüsselwiese im Augarten in den Resselpark direkt vor die Karlskirche.

Und auch das Filmprogramm wurde angepasst, um sich von der wachsenden Konkurrenz abzuheben. Zu Beginn zeigte das „Kino unter Sternen“ noch klassische internationale Filme, heute ist es für seinen Fokus auf den österreichischen Film und die Ladung vieler filmschaffender Gäste wie etwa die bereits verstorbenen Regisseure Michael Glawogger und Florian Flicker bekannt. Die Veränderungen resultierten in stetig steigenden Publikumszahlen. 2015 zählte das Kino unter Sternen über 17.000 Besucher.

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