30 Vorhaben für Radfahrer und Fußgänger

Das Netz für Radfahrer und Fußgänger in Wien wird weiter ausgebaut, Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) hat dazu 30 teils schon bekannte Bauvorhaben vorgestellt. Nicht unumstritten ist das Projekt am Getreidemarkt.

Im unteren Bereich des Getreidemarkts beim Naschmarkt gibt es seit dem Vorjahr einen baulich getrennten Radweg. Heuer kommt das Stück zwischen Museumsquartier und Lehargasse dazu. Ein Radweg in der Gegenrichtung wird ebenfalls errichtet. Dazu kommt eine ampelgeregelte Querung für Fußgänger und Radler auf Höhe der Lehargasse bzw. der TU-Gebäude - mehr dazu in Neue Radquerung am Getreidemarkt.

Kritik gibt es an diesem Plan insofern, als durch den Wegfall einer Autospur im oberen Getreidemarktabschnitt Staus befürchtet werden. „Wir haben Verkehrsuntersuchungen gemacht und sind zum Schluss gekommen, dass es verträglich ist“, konterte Vassilakou am Donnerstag.

Radweg am Getreidemarkt
ZOOMVP
Das Radwegprojekt am Getreidemarkt sorgt für Diskussionen

Neues Pflaster für Stephansplatz

Mit 11,5 Mio. Euro ist die Neupflasterung des Stephansplatzes die kostspieligste Maßnahme ist. Beim Spatenstich am 12. März hatte Vassilakou versichert, dass der Zugang zu allen Geschäften und Lokalen während der Maßnahmen gesichert ist. Das Bauprojekt wird in fünf Phasen abgewickelt - mehr dazu in 36.400 Steine für neuen Stephansplatz.

Ebenfalls fertig wird heuer der mehrjährige Umbau der Fußgängerzone Meidlinger Hauptstraße. Das letzte Teilstück wird im Juli in Angriff genommen und soll im November abgeschlossen sein.

Befragung zur Begegnungszone Lange Gasse

In der Josefstadt könnte noch heuer eine Begegnungszone entstehen. In der Lange Gasse steht dazu im Frühjahr noch eine Anraingerbefragung bevor - mehr dazu in Befragung zur Begegnungszone Lange Gasse.

„Ich hoffe auf ein Ja“, sagte Vassilakou am Donnerstag. Sie betonte dabei, dass 80 Prozent der Kosten - also rund 570.000 Euro - von der Stadt übernommen würden. Sollte das Votum pro Verkehrsberuhigung ausgehen, würde die Lange Gasse in das Flaniermeilenkonzept der Stadt integriert werden - konkret in den Spazierpfad vom Währinger Kutschkermarkt bis zur Wiedner Hauptstraße. Mit den Flaniermeilen will das Rathaus schrittweise attraktive Gehverbindungen quer durch das Stadtgebiet etablieren.

Visualisierung Begegnungszone Lange Gasse
Mobilitätsagentur Wien
Ob die Lange Gasse zu einer Begegnungszone wird entscheiden die Anrainer im Mai

Lückenschluss in der Donaustadt

Radfahrbeauftragter Martin Blum freute sich besonders über die jenseits der Donau projektierten Verbesserungen. So wird im 22. Bezirk die Donaustadtstraße zur Radverbindung zwischen Stadlau und Donauinsel aufgewertet. Außerdem werden letzte Lücken auf der Breitenleer Straße geschlossen.

In Döbling wird außerdem die Radstraße entlang der Donau - also die Kuchelauer Hafenstraße - bis zur Landesgrenze zu Niederösterreich verlängert. Die Kuchelauer hafenstraße wurde 2013 zur ersten Radstraße in Wien, eine zweite folgte 2015 in Hietzing von der Auhofstraße bis zum Pulverstampftor - mehr dazu in Zweite Fahrradstraße Wiens in Hietzing eröffnet.

Gewerkt wird heuer einmal mehr rund um den Hauptbahnhof - darunter auch an neuen Verbindungen zwischen dem 3. und 10. Bezirk. Beispiele sind die Südbahnhofbrücke oder die Kempelenbrücke.

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