Poller sollen Lkw-Anschläge verhindern

Nach dem Terroranschlag in Stockholm soll auch in Wien das Sicherheitskonzept nachgebessert werden. In der Innenstadt sollen Barrieren durch Poller Angriffe mit Lkws verhindern und wichtige Orte damit abgeriegelt werden.

Große Felsbrocken liegen auf dem Rasen rund um eine Großveranstaltung in Wien: Am vergangenen Wochenende wollte man das Fest der Steirer am Rathausplatz sicherer machen. Die Veranstalter haben eigeninitiativ Lkw-Blockaden mit großen Steinen als Sicherheitsmaßnahme gesetzt. Die Behörden sollen das positiv angemerkt haben, so Veranstalter Erich Neuhold im Ö1-Mittagsjournal. Alternativ sei es auch möglich gewesen, Polizeifahrzeuge an den Eingängen zu stellen.

Ständige Barrieren geplant

Die Polizei prüft jede einzelne Großveranstaltung, sagt der Wiener Polizeipräsident Gerhard Pürstl. Je nach Gefährdungslage wird die Veranstaltung auch zusätzlich durch Barrieren gesichert. Darüber hinaus sind auch ständige Sicherheitsmaßnahmen geplant, die die Wiener Innenstadt sicherer machen sollen. Durch sogenannte Poller sollen gewisse Orte abgeriegelt werden: „Jetzt zum Beispiel beim Regierungsviertel. Dort wird begonnen, das Konzept umzusetzen. Bei der Herrengasse, Strauchgasse, später am Michaelerplatz wird begonnen, ständige versenkbare Poller einzurichten.“

Hofburg Eingang
ORF
Polizeichef Pürstl will das öffentliche Leben nicht durch Barrieren gefährden

„Keine hundertprozentige Sicherheit“

In Österreich gibt es nach wie vor eine abstrakte Gefährdungslage, sagt Pürstl. Hundertprozentige Sicherheit sei aber nicht zu gewährleisten: „Hier muss man mit genauem Augenmaß vorgehen, muss sich jede einzelne Örtlichkeit anschauen. Denn eines ist ganz klar, man kann nicht die gesamte Stadt mit starren Pollern, mit Betonblöcken absperren, weil dann findet öffentliches Leben nicht mehr statt.“

Der Verkehrsfluss und die Bewegungsfreiheit der Menschen müsse gegeben sein, so Pürstl. Die Arbeiten für den Schutz des Regierungsviertels sind bereits im Gang. Auch an anderen Orten, wie an Touristenattraktionen werden Barrieren angedacht. Schon einmal hat es ähnliche Vorkehrungen gegeben, Wiens Christkindlmärkte wurden nach dem Anschlag in Berlin teilweise ebenfalls mit Pollern gesichert - mehr dazu in Säulen und Mulden als Terrorschutz.

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