Falco-Tribute und Mando Diao am Donauinselfest

Das Donauinselfest der SPÖ findet heuer von 23. bis 25 Juni statt - unter anderem mit einem Falco-Tribute-Konzert und Mando Diao. Die Sicherheitsmaßnahmen werden verstärkt. Und auch beim Stadtfest der ÖVP ist heuer vieles neu.

Am Dienstag verriet Organisator Thomas Waldner erste Namen. Mando Diao und Der Nino aus Wien werden etwa auf der FM4-Bühne konzertieren. Auf der Radio-Wien-Festbühne ist für den Samstag ein Falco-Tribute anlässlich seines 60. Geburtstags angekündigt. Fettes Brot, Julian Le Play und Russkaja-Sänger Georgij Makazaria werden mit der Originalband des 1998 verstorbenen Künstlers Songs interpretieren. Die Aufzeichnung des Events wird dann am 2. Februar 2018 zum 20. Todestag des „Falken“ im ORF gezeigt.

Sendungshinweis:

Wien heute, 18.4.2017

Die Schlagerbühne wartet dieses Jahr mit Hansi Hinterseer auf, der seine Premiere am Eiland begeht. Dort gibt es heuer außerdem einen Swing-Schwerpunkt: Marianne Mendt präsentiert Hits der vor 100 Jahren geborenen Jazz-Legende Ella Fitzgerald, Alkbottle-Frontmann Roman Gregory serviert Dean-Martin-Evergreens. Auf der Ö1-Bühne will Kabarettist Klaus Eckel das Publikum mit seinem neuen Programm „Zuerst die gute Nachricht“ zum Lachen bringen.

Falco Live Donauinselfest 1993
ORF/Johannes Cizek
Falco am Donauinselfest 1993

Strengere Kontrollen bei Zugängen

Angesichts der jüngsten Terroranschläge wird es schärfere Sicherheitsmaßnahmen geben. Poller oder Schranken auf den Zufahrtsstraßen seien insofern durchaus denkbar, sagte Waldner. „Wir sind von der Lage her sozusagen in einer glücklichen Situation, weil das auf einer Insel stattfindet.“ Das Festivalgelände sei somit beinahe ausschließlich über Fußbrücken erreichbar. Und bei den wenigen Zufahrtsstraßen habe es auch bisher schon Kontrollen gegeben. Ob in diesem Jahr tatsächlich Hindernisse wie Poller, Schranken oder Temposchwellen errichtet werden, dazu hielt sich Waldner bedeckt.

Auf Besucherinnen und Besucher kommen wohl intensivere Rucksack- und Taschenkontrollen zu. Außerdem wird es an bestimmten Punkten mehr Securitypersonal geben. Waldner verwies darauf, dass man in puncto Sicherheit schon in den vergangenen Jahren die „Schrauben angezogen“ habe - etwa auch bei der Videoüberwachung. Aktuell hält man bei 27 Kameras.

Die Aufstockung der Sicherheitsmaßnahmen schlägt sich auch im Budget nieder, wobei die Gesamtmittel von rund vier Mio. Euro in etwa gleich bleiben. Man habe umgeschichtet. So gibt es etwa heuer elf Bühnen und 16 Themeninseln - 2016 waren es noch 13 Stages bzw. 19 Themeninseln.

Donauinselfest
APA/Herbert P. Oczeret
3,1 Millionen Gäste besuchten im Vorjahr das Donauinselfest

70-Meter-Wasserrutsche und Flying Fox

Einige Novitäten gibt es in Sachen Rahmenprogramm des Open-Air-Festivals, das diesmal „Meine Stadt. Mein Fest“ zum Motto hat. Erstmals wird man zwei „Inselgärten“ errichten - also eigene Gastrozonen, wo man etwas entspannter als bei den herkömmlichen Imbissständen essen und trinken können soll. Außerdem sorgen eine 70 Meter lange Wasserrutsche, ein Flying Fox, mit dem man per Seil 160 Meter lang über den Publikumsbereich einer Bühne fliegen kann, oder ein „The Beast“ genannter aufblasbarer Hindernisparcours für Zeitvertreib.

Das vollständige Programm mit allen Künstlern - der Österreich-Anteil soll bei zwei Dritteln liegen - wird Mitte Mai vorgestellt. Im Vorjahr besuchten insgesamt 3,1 Millionen Gäste das dreitägige Donauinselfest. Rund ein Drittel der Party-Insulaner kommt nicht aus der Bundeshauptstadt.

Stadtfest mit neuem Konzept

Die ÖVP organisiert nach der Absage des Events im Vorjahr heuer wieder ein Stadtfest. Die Veranstaltung wird am Samstag, den 2. September, stattfinden. Das Fest bekommt allerdings ein neues Konzept. Unter dem Motto „Raus in die Bezirke, hinein in die Grätzl“ soll es als „dezentrales“ Event im gesamten Stadtgebiet zu finden sein - mehr dazu in ÖVP sagt Stadtfest heuer ab.

Der Verein Wiener Stadtfeste habe die Auszeit im vergangenen Jahr für einen Relaunch genutzt, der „das Format eines Stadtfestes modern und zeitgemäß definiert: ganz Wien wird zur Bühne“, heißt es in einer Presseinformation. An verschiedenen Orten der Stadt sollen Künstler entdeckt werden können - „sei es nun ein Geheimkonzert mit einem international bekannten Musiker im Cafe am Eck, ein TV-Star, der plötzlich als Eisverkäufer Dienst tut oder ein Künstlerkollektiv mit einer living-theater-Performance an einem belebten Hotspot“.

In den Wochen und Monaten vor dem 2. September wird es Hinweise und Aktionen geben, die die Besucher bis zum Fest begleiten werden. Eine große Rolle sollen dabei die sozialen Medien spielen, auch eine eigene App wird es geben. „Mit dem Stadtfest werden wir die virtuelle Welt mit der realen Welt zusammenführen und zu einer großen Wirklichkeit verbinden“, so Christian Mertens, Geschäftsführer des Vereins Wiener Stadtfeste. Im vergangenen Jahr fand das Stadtfest erstmals nach 32 Jahren nicht statt. Die ÖVP begründete die Absage damit, dass sie die Subventionszusage der Stadt nicht rechtzeitig erhalten habe.

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