Radlobby fordert mehr Radfahrstraßen

Radfahrer in Wien können derzeit drei Fahrradstraßen nützen. In München sind es 60. Die Radlobby fordert nun, dass es bis 2020 in jedem Bezirk zumindest eine Fahrradstraße gibt. Sie gelten als sicherer als zum Beispiel Radwege.

Eine breite Straße mit Fahrradpiktogramm, das deutlich macht, dass Radfahrer hier Vorrang haben. Für Autos gilt Tempo 30. In Wien gibt es solche Fahrradstraßen bislang nur in der Goldschlagstraße im 15., in der Hofjagdstraße im 13. und in der Kuchelauer Hafenstraße im 19. Bezirk.

§ 67 StVO Fahrradstraße

Die Behörde kann (...) durch Verordnung Straßen oder Straßenabschnitte dauernd oder zeitweilig zu Fahrradstraßen erklären. In einer solchen Fahrradstraße ist außer dem Fahrradverkehr jeder Fahrzeugverkehr verboten;

Alec Hager von der Radlobby Wien fordert mindestens in jedem Bezirk eine Fahrradstraße: „Weil es sicher ist und für Radfahrer sehr viele Vorteile bietet. Wir wissen aus Städten wie München, das mit Wien vergleichbar ist, dass es dort schon 60 Fahrradstraßen gibt.“

Ausnahmegenehmigung für Autos

Auch der Farradbeauftragte der Stadt, Martin Blum, tritt für den Ausbau ein. Er räumt aber ein, dass nach österreichischem Recht die Durchfahrt für Autos in Fahrradstraßen nicht erlaubt ist: „Das ist ein wesentlicher Unterschied zu Deutschland und erleichtert dort auch die Umsetzung von Fahrradstraßen in innerstädtischem Gebiet.“ Laut Radlobby könne man das Queren der Autos mittels Ausnahmegenehmigungen sehr wohl erlauben. In Vorarlberg werde dies bereits umgesetzt.

Radwege-Lückenschluss am Getreidemarkt

2017 soll ein Jahr werden, das für Radfahrer und Fußgänger markante Verbesserungen bringt. Die Stadt Wien hat bereits 30 Projekte angekündigt. Eines davon, besonders umstritten und umfangreich, ist der Radweg am Getreidemarkt - mehr dazu in Radweg am Getreidemarkt wird umgebaut.

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